Letztes Update am Do, 30.05.2019 01:32

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Saudi-Arabien hält wegen Spannungen mit Iran Krisengipfel ab



In der Iran-Krise will Saudi-Arabien die anderen Staaten der Region am Donnerstag bei zwei Krisentreffen um sich scharen. Auf Einladung von König Salman kommen in der Stadt Mekka führende Vertreter des Golf-Kooperationsrats (GCC) und der Arabischen Liga zu Gipfeln zusammen. Beide Organisationen werden von Saudi-Arabien dominiert.

Das sunnitische Königreich sieht im vorwiegend schiitischen Iran einen Erzfeind und Rivalen in der Region. In regionalen Konflikte und Kriegen wie beispielsweise in Syrien oder im Jemen unterstützen beide unterschiedliche Parteien.

Wie die USA hat das saudische Königshaus seinen Ton gegenüber dem Nachbarn am Golf verschärft, so dass die Sorge vor einem Krieg in der Region wächst. Saudi-Arabien und seine Verbündeten in der Region machen Teheran zudem für mehrere Angriffe in der Region verantwortlich. So hatten die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) Sabotageakte gegen vier Handelsschiffe vor ihrer Küste gemeldet. Der Nationale Sicherheitsberater von US-Präsident Donald Trump, John Bolton, erklärte, dahinter stecke „beinahe sicher“ der Iran. Die Führung in Teheran bestreitet das.

Jemens Houthi-Rebellen griffen außerdem eine wichtige saudische Ölpipeline an. Saudi-Arabien sieht in den Rebellen einen Verbündeten des Iran.

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