Letztes Update am Do, 30.05.2019 06:24

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Migranten aus Libyen erreichen Lampedusa mit Holzboot



Dutzende Migranten sind laut UNO-Flüchtlingshilfswerk UNHCR auf Lampedusa an Land gegangen. Am Mittwochabend habe ein zehn Meter langes Holzboot auf der italienischen Mittelmeer-Insel angelegt, hieß es in einem Tweet der UNO-Behörde. Die 26 Männer und 20 Frauen an Bord hätten am Montag in Libyen abgelegt und seien bei ihrer Ankunft angestrengt und durchgefroren gewesen.

20 weitere Migranten, die ebenfalls am Mittwochabend auf Lampedusa ankamen, sind demnach vor vier Tagen in dem nordafrikanischen Land losgefahren. Auf hoher See wurden sie von einem Fischerboot entdeckt.

Am Wochenende hatte das maltesische Militär erklärt, dass mehrere Flüchtlingsboote die italienischen Inseln Sizilien, Sardinien und Lampedusa erreicht hatten. Eine Bestätigung dafür gab es vom Innenministerium nicht.

Die Regierung in Rom fährt einen klaren Anti-Migrations-Kurs und hat vielen Schiffen von Hilfsorganisationen das Anlegen in italienischen Häfen untersagt. Seitdem erreichen deutlich weniger Migranten Italien über das Mittelmeer als beispielsweise noch vor zwei Jahren. Vereinzelt gibt es Fälle, in denen die Menschen die gefährliche Überfahrt mit komplett seeuntauglichen Booten schaffen.




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