Letztes Update am Do, 30.05.2019 17:02

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Mindestens 34 Tote nach Zusammenstößen im Südsudan



Bei Kämpfen zwischen Angehörigen zweier Volksgruppen im Südsudan sind mindestens 34 Menschen getötet wurden. Mindestens 18 Menschen seien zudem verletzt worden, sagte der Gouverneur des Bundesstaates Twic, Atem Madut Yak, am Donnerstag. Mitglieder einer Miliz der Volksgruppe der Nuer hätten Angehörige der Dinka in einem Dorf im Bundesstaat Twic im Norden des Landes angegriffen.

Bei den Toten handle es sich um Zivilisten, hieß es. Im Südsudan kommt es immer wieder zu Kämpfen zwischen verfeindeten Gruppen. Im Dezember 2013 brach zwischen Präsident Salva Kiir von der Volksgruppe der Dinka und seinem damaligen Vizepräsidenten Riek Machar von den Nuer ein Bürgerkrieg aus. Beide Seiten unterschrieben zwar im vergangenen Jahr ein Friedensabkommen, allerdings muss sich noch zeigen, ob es hält.

Zusammenstöße zwischen Mitgliedern dieser sowie anderer Volksgruppen kommen auch weiterhin vor. Oftmals geht es dabei um Land und Ressourcen. Die meisten Bewohner des ostafrikanischen Landes sind entweder Kleinbauern oder Viehhirten. Nach Jahrzehnten der Konflikte im Südsudan sind dort viele Menschen schwer bewaffnet.




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