Letztes Update am Sa, 01.06.2019 12:52

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Papst besuchte ungarische Minderheit in Rumänien



Papst Franziskus hat seine Rumänienreise mit einem Besuch in Sumuleu Ciuc fortgesetzt. Die Stadt im Osten Siebenbürgens ist ein Zentrum ungarischsprachiger Katholiken, seit dem 16. Jahrhundert ist Sumuleu Ciuc ein Marienwallfahrtsort der meist katholischen Ungarn. Unter den Kommunisten verboten, wurde die Wallfahrt ab 1990 wiederbelebt.

Bei einer Messe mit Zehntausenden Gläubigen an der Wallfahrtsstätte Sumuleu Ciuc rief der Papst laut Kathpress zu Versöhnung und Brüderlichkeit zwischen den verschiedenen Kulturen und Traditionen auf. Die Fürbitten wurden auf Ungarisch, Rumänisch und Deutsch vorgetragen.

Franziskus betonte, der Reichtum eines Volkes seien „seine tausend Gesichter, Kulturen, Sprachen und Traditionen“. Dabei verwies er auf die rumänischen und ungarischen Traditionen des Wallfahrtsortes sowie die Beteiligung von Christen anderer Konfessionen. Damit sei Sumuleu Ciuc „ein Symbol des Dialogs, der Einheit und der Brüderlichkeit“.

Der Papst rief zu Versöhnung trotz einer schwierigen Vergangenheit auf. Weiters ermutigte der Papst die Besucher des Wallfahrtsorts, die hauptsächlich gesellschaftlichen Minderheiten angehören, zu Offenheit und Zukunftshoffnung. „Pilgern heißt, nicht so sehr auf das zu schauen, was hätte sein können und nicht gewesen ist, sondern auf das, was uns erwartet und was wir nicht weiter aufschieben können.“

TT-ePaper gratis testen

Jetzt kostenlos TT-ePaper lesen, das Test-Abo endet nach 4 Wochen automatisch

Schritt 1 / 3

In nur 30 Sekunden gelangen Sie zum kostenlosen Test-Abo.

Die Anreise des Papstes von Bukarest musste wegen schlechter Wetterbedingungen geändert werden. Die vorgesehene letzte Etappe mit einem Helikopter über die Gipfelkette der Ostkarpaten wäre nach Aussagen der Organisatoren wegen Gewitterzellen zu gefährlich gewesen. Daher musste der päpstliche Tross mit dem Flugzeug zunächst nach Targu Mures (Neuburg am Mures) fliegen und von dort rund 150 Kilometer mit dem Auto über Landstraßen anreisen.




Kommentieren