Letztes Update am Sa, 01.06.2019 14:47

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Kushner und Pompeo nehmen an Bilderberg-Konferenz teil



Der Schwiegersohn und Berater von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, nimmt am Samstag an der Bilderberg-Konferenz im Schweizer Kurort Montreux teil. Auch US-Außenminister Mike Pompeo nimmt überraschend an Konferenz teil. Auf der Tagesordnung des Treffens stehen unter anderem die Zukunft Europas, der Klimawandel, Brexit, China, Russland und künstliche Intelligenz.

Zur Konferenz kommen rund 130 internationale Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Finanzen zusammen. Die Bilderberg-Konferenz tagte erstmals 1954 im Hotel „De Bilderberg“ im holländischen Oosterbeek. Sie endet stets ohne eine Abschlusserklärung, es gibt keine schriftlichen Beschlüsse.

Kritiker bezichtigen die Bilderberg-Gruppe, bei ihren Konferenzen wichtige politische und wirtschaftliche Entscheidungen ohne demokratische Legitimation und öffentliche Kontrolle zu treffen. Im Vorjahr hatte Pamela Rendi-Wagner an der Zusammenkunft teilgenommen. Heuer stehen drei Österreicher auf der Teilnehmerliste: Ex-Unterrichtsminister Rudolf Scholten, der Medienmanager Gerhard Zeiler und die Rektorin der Wiener Wirtschaftsuniversität, Edeltraud Hanappi-Egger.

Pompeos Anwesenheit bei der Veranstaltung wurde vom US-Außenministerium bestätigt. Sein Besuch in Montreux war zuvor weder auf dem Programm seiner Schweizreise, noch auf der von den Organisatoren veröffentlichten Teilnehmerliste erwähnt worden.

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Neben Pompeo nahmen demnach auch die deutsche Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU), der niederländische Regierungschef Mark Rutte, Frankreichs Wirtschaftsminister Bruno Le Maire, NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg und der ehemalige US-Außenminister Henry Kissinger teil.

Die Schweiz ist ein Stopp auf Pompeos Europareise, nach Berlin und vor Den Haag und London. Seinen vergleichsweise langen Aufenthalt in der Schweiz von Freitagnachmittag bis Montag begründete der US-Außenminister Journalisten gegenüber scherzhaft damit, dass er ein „großer Liebhaber von Schokolade und Käse“ sei.

Die Bilderberg-Konferenz endet stets ohne eine Abschlusserklärung, es gibt keine schriftlichen Beschlüsse. Kritiker bezichtigen die Bilderberg-Gruppe seit langem, bei ihren Konferenzen wichtige politische und wirtschaftliche Entscheidungen ohne demokratische Legitimation und öffentliche Kontrolle zu treffen.




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