Letztes Update am Sa, 01.06.2019 18:03

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Nach Lawinenabgang im Zillertal Suche vorerst abgebrochen



Ein Lawinenabgang am Hintertuxer Gletscher bei Finkenberg im Tiroler Zillertal hat Samstagvormittag eine großangelegte Suchaktion ausgelöst. Eine Snowboarder dürfte im freien Skiraum verschüttet worden sein, Gewissheit darüber gebe es aber vorerst nicht, hieß es seitens der Polizei gegenüber der APA. Die Suche wurde am späten Samstagnachmittag vorerst abgebrochen, berichtete die Polizei der APA.

Ob am Sonntag weitergesucht wird, sei noch offen. Ein Zeuge hatte zuvor Alarm geschlagen und angegeben, die Person gesehen zu haben. Nach dem Lawinenabgang startete die Polizei einen Zeugenaufruf. Etwaige weitere Augenzeugen sollen sich „dringend“ bei der Polizeiinspektion Mayrhofen melden, hieß es am späten Nachmittag.

Der Zeuge fuhr nach dem Lawinenabgang zum Lawinenkegel ab und hielt Ausschau nach dem Vermissten, konnte ihn jedoch nicht ausmachen und auch keine „Ausfahrtsspur“ finden. Daraufhin wurde die Rettungskette in Gang gesetzt.

Die Einsatzkräfte hätten den kompletten Lawinenkegel jedenfalls mehrere Male ergebnislos abgesucht - und das unter schwierigen Bedingungen. Zum einen habe stets die Gefahr von weiteren Lawinenabgängen bestanden - deshalb habe man auch Lawinensprengungen durchgeführt. Zum anderen sei im Staubereich über fünf Meter Schnee gelegen. Abgesucht worden sei etwa auch mit einer speziellen Sonde, die bei Metall anschlage, schilderte der Bergretter.




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