Letztes Update am Sa, 01.06.2019 18:45

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


79 Verletzte bei Explosion in russischer Sprengstofffabrik



Eine Explosion in einer großen Sprengstofffabrik in Zentralrussland hat am Samstag einen Großbrand ausgelöst. 79 Menschen wurden verletzt, 15 von ihnen mussten ins Krankenhaus, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Tote gab es demnach nicht. Die Explosion ereignete sich in der „Kristall“-Fabrik in Dserschinsk rund 400 Kilometer östlich von Moskau.

Ein Vertreter der Fabrik sagte, fünf Menschen hätten in dem Bereich gearbeitet, in dem es zu der Explosion kam. Sie seien wohlbehalten in Sicherheit gebracht worden. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums waren unter den Verletzten 38 Fabrikarbeiter und 41 Einwohner der Stadt, Kinder seien nicht unter den Verletzten. Bei den Verletzungen handelte es sich Angaben örtlicher Gesundheitsbehörden zufolge um Schrapnellwunden von „geringer und mittlerer Schwere“.

Bilder in Online-Netzwerken zeigten eine große Rauchwolke nach der Explosion. Ein Sprecher des örtlichen Katastrophenschutzes sagte Agenturen, es habe eine „technische Explosion“ in einer der Werkstätten gegeben, gefolgt von einem Feuer auf einer Fläche von rund 100 Quadratmetern. Mehr als 300 Einsatzkräfte und 50 Fahrzeuge seien an den Aufräumarbeiten beteiligt, berichteten Nachrichtenagenturen.

Nach Angaben der örtlichen Behörden wurden fünf Fabrikgebäude und 180 nahegelegene Häuser beschädigt. Am Abend war der Brand laut russischen Nachrichtenagenturen, die einen Sprecher des Katastrophenschutzes zitierten, komplett gelöscht.

TT-ePaper gratis testen

Jetzt kostenlos TT-ePaper lesen, das Test-Abo endet nach 4 Wochen automatisch

Schritt 1 / 3

In nur 30 Sekunden gelangen Sie zum kostenlosen Test-Abo.

Russlands Ermittlungsbehörde erklärte, sie habe eine Untersuchung hinsichtlich möglicher Verstöße gegen Sicherheitsbestimmungen in der Fabrik eingeleitet.

Im August waren bei einer Explosion in einer Rüstungsfabrik in Dserschinsk mindestens drei Menschen ums Leben gekommen, mehrere Menschen wurden verletzt.




Kommentieren