Letztes Update am Sa, 01.06.2019 20:38

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Topgesetzte Osaka scheiterte in dritter Paris-Runde



Nach 16 Siegen en suite bei Major-Turnieren ist am Samstag für die topgesetzte Naomi Osaka in der 3. Runde der mit 42,66 Mio. Euro dotierten French Open das Aus gekommen. Die Japanerin, die zuletzt sensationell die US Open und die Australian Open in Folge gewonnen hatte, unterlag der ungesetzten Tschechin Katerina Siniakova nach 77 Minuten mit 4:6,2:6. Ausgeschieden ist auch Serena Williams.

Osaka hatte sich auch schon in Runde eins gegen Anna Karolina Schmiedlova (SVK) beim 0:6,7:6(4),6:1 sowie gegen Viktoria Asarenka (BLR), als sie mit 4:6,7:5,6:3 gewann, sehr schwergetan. Sie hat damit auch bei ihren vierten French Open die zweite Turnierwoche nicht erreicht, 2017 und 2018 kam jeweils gleich zum Auftakt das Aus, vor drei Jahren scheiterte sie ebenfalls in Runde drei.

„Ich habe eine Last auf mir gefühlt“, erklärte Osaka nach der unerwarteten Niederlage und sie lieferte die Begründung gleich nach. „Das ist, weil alles immer noch irgendwie neu ist. Ich habe zwar die French Open schon gespielt, aber nicht unter solchen Voraussetzungen.“ Osaka ist seit ihrem Sensationssieg bei den US Open zum Superstar vor allem in Japan aufgestiegen und hat Multimillionen-Verträge diverser Sponsoren erhalten.

Bei diesem Turnier hat sie sich aber nicht frei gefühlt. „Normalerweise habe ich Spaß, aber dieses Mal war ich die ganze Zeit angespannt“, gestand die 21-Jährige, die trotz der Niederlage auch nach Paris Nummer 1 der Tennis-Damen bleiben wird.

Auch die als Nummer 10 gesetzte Serena Williams, die weiter ihrem 24. Grand-Slam-Rekordtitel nachjagt, musste sich am Samstag ihrer Landsfrau Sofia Kenin mit 2:6,5:7 beugen. Schon im Vorjahr war Roland Garros nach ihrer Babypause das schwächste der drei gespielten Grand Slams, als sie im Achtelfinale ausgeschieden war. Williams erreichte dann aber in Wimbledon und bei den US Open das Endspiel und dieses Jahr in Melbourne das Viertelfinale. Ihre Jagd auf den Rekord von Margaret Court (24 Majorsiege) muss sie nun auf Wimbledon verschieben.

Nach Naomi Osaka (WTA-Nr. 1), Karolina Pliskova (CZE-2) und der erkrankten Kiki Bertens (NED-4) ist von den Top 4 nun nur noch Titelverteidigerin Simona Halep im Bewerb. Auch die als Nummer 5 gesetzte Wimbledonsiegerin Angelique Kerber aus Deutschland sieht Paris nur noch von der Ferne.

Halep zog am Samstag locker ins Achtelfinale ein. Die Ukrainerin Lesia Zurenko war in nur 55 Minuten auf verlorenem Posten, Halep war beim 6:2,6:1 souverän. Die Rumänin trifft nun auf Außenseiterin Iga Swiatek aus Polen.




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