Letztes Update am So, 02.06.2019 13:45

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Rouhani signalisiert Verhandlungsbereitschaft mit USA



Irans Präsident Hassan Rouhani hat die USA zu „Respekt“ bei möglichen Verhandlungen im Atomstreit aufgefordert. Sein Land sei offen für Gespräche, allerdings nicht „auf Befehl“ aus Washington, erklärte Rouhani am Samstag auf der Website der iranische Regierung.

„Wir haben bis jetzt gezeigt, dass wir uns keiner tyrannischen Macht unterwerfen.“ Vielmehr müssten sich beide Seiten „mit Respekt und im Rahmen des internationalen Rechts“ zusammensetzen.

Die USA sind ebenfalls zu Gesprächen mit dem Iran ohne Vorbedingungen bereit. „Wir sind bereit, uns an einen Tisch mit ihnen zu setzen“, sagte US-Außenminister Mike Pompeo am Sonntag in der Schweiz. Allerdings werde sein Land den Kampf gegen die „bösartigen Aktivitäten“ des Iran fortsetzen.

Die Spannungen zwischen Washington und Teheran hatten zuletzt stark zugenommen. Unter Verweis auf eine Bedrohung durch den Iran und pro-iranische Milizen verstärkte Washington seit Anfang Mai seine Militärpräsenz in der Golfregion. US-Präsident Donald Trump will den Iran mit seiner Strategie des „maximalen Drucks“ zu neuen Verhandlungen über sein Atomprogramm und seine Regionalpolitik zwingen.

TT-ePaper gratis testen

Jetzt kostenlos TT-ePaper lesen, das Test-Abo endet nach 4 Wochen automatisch

Schritt 1 / 3

In nur 30 Sekunden gelangen Sie zum kostenlosen Test-Abo.

Vor diesem Hintergrund plant Japans Regierungschef Shinzo Abo einem Medienbericht zufolge Mitte dieses Monats eine Reise in den Iran. Vom 12. bis zum 14. Juni wolle Abe bei Treffen mit Rouhani und Irans geistlichem Oberhaupt Ayatollah Ali Khamenei vermitteln, berichtete die Tageszeitung „Mainchi Shimbun“ am Sonntag. Zum Wochenbeginn war Trump mit Abe zu Gesprächen in Tokio zusammengekommen.




Kommentieren