Letztes Update am So, 02.06.2019 16:11

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Hoffnung für vermisste Bergsteiger im Himalaya schwindet



Die Suche nach acht internationalen Bergsteigern im Himalaya ist am Wochenende auch aus der Luft fortgesetzt worden. Die Wahrscheinlichkeit, Überlebende zu finden, sei allerdings gering, teilten indische Behörden am Sonntag mit. Die Alpinisten werden in der Gebirgsregion von Nanda Devi in Nordindien vermisst.

Es handelt sich um vier Briten, zwei US-Amerikaner, eine Australierin und einen Inder. Zwei Helikopter unterstützten rund zwei Dutzend Retter am Boden. Am Montag sollte die Suche fortgesetzt werden. Luftbilder und Hinweise anderer Trekkern bestätigten allerdings, dass eine Lawine die Gebirgsregion getroffen habe.

Die Gruppe habe versucht, einen bisher nicht bestiegenen Gipfel in der Gebirgsregion um den Nanda Devi zu erklimmen. In ersten Berichten hatte es noch geheißen, die Bergsteiger wollten den Hauptgipfel in Höhe von mehr als 7.800 Metern erreichen. „Sie gingen auf einem unbefestigten Pfad, mit dem Ziel, einen unbenannten Gipfel zu erklimmen“, sagte Vijay Kumar Jogdande, Verwaltungsangestellter im Distrikt Pithoragarh im indischen Bundesstaat Uttarakhand am Sonntag.

„Die Aussichten, sie zu finden, sehen düster aus“, sagte er weiter. „Nanda Devi ist der zweithöchste Berg Indiens. Hier finden nur sehr wenige Expeditionen statt, da es einer der härtesten Himalaya-Gipfel ist.“

Die Gruppe war bereits am vergangenen Montag zurück erwartet worden. Als das nicht geschah, wurde die Suche am Samstag gestartet. Geleitet wurde die Expedition den Angaben zufolge vom erfahrenen britischen Bergführer Martin Moran, dessen Firma Moran Mountain ankündigte, eine Stellungnahme abzugeben, sobald weitere Informationen vorlägen.




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