Letztes Update am Mo, 03.06.2019 10:35

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Trump zu Staatsbesuch in Großbritannien



US-Präsident Donald Trump ist am Montag zu einem Staatsbesuch in Großbritannien eingetroffen. Am ersten von drei Tagen werden der Präsident und First Lady Melania mit militärischen Ehren und Kanonensalut im Buckingham-Palast in London empfangen und dort unter anderem mit der Queen zu Mittag essen. Geplant sind auch ein Besuch der Westminster Abbey in London und ein Treffen mit Prinz Charles.

Für den Abend ist ein Staatsbankett im Buckingham-Palast angesetzt. Der Besuch ist jedoch auch hoch umstritten.

Ein Staatsbesuch wird anders als ein normaler Arbeitsbesuch mit dem ganzen Pomp des Königshauses zelebriert und gilt als besondere Ehre. Kaum ein Land kann es mit Großbritannien aufnehmen, wenn es um staatstragende Zeremonien geht. Die traditionelle Kutschfahrt über die Prachtstraße „The Mall“ wurde jedoch, vermutlich aus Furcht vor Protesten, gestrichen - nicht ganz unbegründet. Britischen Medienberichten zufolge werden am Dienstag bis zu 250.000 Demonstranten erwartet. Auch ein Protestballon in Form eines Trump-Babys in Windeln soll am Himmel über dem Parliament Square aufsteigen.

Bereits vor dem Auftakt seines Besuchs hat Trump den Londoner Bürgermeister Sadiq Khan beleidigt. „Er ist ein Totalversager (‚stone cold loser‘), der sich auf die Kriminalität in London konzentrieren sollte, nicht auf mich“, twitterte Trump am Montag noch aus der Präsidentenmaschine, bevor er am Flughafen Stansted in der Nähe von London landete.

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Bürgermeister Sadiq Khan, „der nach allem, was man hört, als Bürgermeister von London eine schreckliche Arbeit geleistet hat“, sei „fies“ zum Präsidenten der Vereinigten Staaten gewesen, „dem bei weitem wichtigsten Verbündeten des Vereinigten Königreichs“. Khan hatte zuvor die Entscheidung der britischen Regierung kritisiert, Trump zu einem Staatsbesuch einzuladen.




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