Letztes Update am Di, 04.06.2019 13:29

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Wiener Staatsballett: Legris verabschiedet sich mit „Jewels“



„Programmatisch Bilanz ziehen“ will Manuel Legris in seiner letzten Saison als Direktor des Wiener Staatsballetts: Auf dem Premierenplan stehen ab Herbst in der Staatsoper „Jewels“ von George Balanchine und der Dreifachabend „Lukacs / Lidberg / Duato“ sowie „La Piaf“ und „Appassionato - Bach und Vivaldi“ an der Volksoper.

Als Wiederaufnahmen sind unter anderem Edward Clugs „Peer Gynt“, John Crankos „Onegin“ oder Legris‘ Arbeiten „Sylvia“ und „Le Corsaire“ programmiert. Das neoklassische Werk „Jewels“, das am 2. November Premiere feiert, „hat uns in Ausschnitten seit 2010 begleitet und steht nunmehr komplett, in seiner abendfüllenden Fassung mit drei Teilen, am Spielplan“, so Legris laut Unterlagen für die kommende Spielzeit. Ein Auftragswerk beinhaltet der Triple-Abend, der ab 4. März zu sehen ist: Neben Lukacs‘ „Movements to Stravinsky“ und Nacho Duatos „White Darkness“ steht die Uraufführung von „Between Dogs and Wolves“ von Pontus Lidberg zur Musik von Max Richter auf dem Programm.

Am 28. März feiert in der Volksoper der Zweiakter „La Piaf“ von Mauro Bigonzetti zu Chansons von Edith Piaf und Jacques Brel sowie Musik von u.a. Jules Massenet und Erik Satie Premiere, am 5. Juni folgt die Uraufführung von „Appassionato - Bach und Vivaldi“: Darin präsentieren drei aus dem Wiener Staatsballett hervorgegangene choreografische Talente ihre Kreationen. Boris Nebyla begibt sich dabei auf eine biografische Spurensuche in der Biografie Vivaldis („Il Prete Rosso“), Eno Peci lotet mit „Monkey Mind“ die Kraft der Gedanken aus und Martin Winter folgt in „Not Another Now“ dem Symbolgehalt von Vivaldis „Die Vier Jahreszeiten“, wobei er sich auf die 2012 veröffentlichte Bearbeitung des Werkes von Max Richter stützt.

Aus dem Repertoire zeigt man 2019/20 neben den beiden Legris-Produktionen „Sylvia“ und „Le Corsaire“ unter anderem die mehrteiligen Abende „Forsythe / Van Manen / Kylian“ und „MacMillan / McGregor / Ashton“. An der Volksoper stehen Wiederaufnahmen von „Carmina Burana“, „Peter Pan“ und „Coppelia“ auf dem Plan. Den Saisonabschluss und somit die letzte Premiere der Ära Legris bildet auch 2020 die Nurejew-Gala am 25. Juni in der Staatsoper.

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