Letztes Update am Di, 04.06.2019 15:13

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Diözese Graz-Seckau plant neues Bildungs- und Kulturzentrum



Rund um das Priesterseminar in Graz soll bis zum Jahr 2025 ein Zentrum für Bildung, Kunst und Kultur entstehen. Für das Großprojekt nimmt die Diözese Graz-Seckau rund 15 Millionen Euro in die Hand. Bereits im Herbst soll das Bildungshaus Mariatrost in den Komplex des ehemaligen Jesuitenkollegs in der Altstadt einziehen, teilte die Diözese am Dienstag mit. Der künftige Name wird noch gesucht.

Das neue Zentrum in der Bürgergasse 2 wird laut Wirtschaftsdirektor Andreas Ehart rund 25.000 Quadratmeter umfassen und Ausstellungsräume und Ateliers, Räume für Lesungen, Konzerte und Diskurse, Erwachsenenbildungsangebote und Möglichkeiten zur spirituellen Vertiefung bieten. „Das Impulszentrum soll ein gesellschaftlich offenes sein, daher soll auch die räumliche Situation geöffnet werden“, führte Ehart weiter aus. In das Gesamtkonzept werde auch die Mitnutzung des Innenhofes, der Vorplatz sowie Gastronomie eingebunden.

Bereits im Jahr 2010 war das Diözesanmuseum von seinem ehemaligen Standort auf der anderen Muruferseite bei den Minoriten in den Komplex des Priesterseminars übersiedelt. 2025 soll das dort verbliebene Kulturzentrum „Kultum“ nachfolgen. „Die Uridee des riesigen Gebäudes Bürgergasse 2 war ja - mitten in den Wirren der Reformation - eine Stätte geistiger Erneuerung, die die geistige Auseinandersetzung mit den damaligen ‚Playern‘ nicht scheute“, hob „Kultum“-Leiter, Johannes Rauchenberger, hervor.

Im kommenden Herbst sollen bereits die Mitarbeiter des mit Jahresende geschlossenen Bildungshauses Mariatrost in das neue Zentrum einziehen. Es wird als eigenständige Erwachsenenbildungseinrichtung unter dem Namen „Bildungsforum Mariatrost“ weitergeführt, berichtete Ute Paulweber, Leiterin der Erwachsenenbildung der Diözese Graz-Seckau. Die bisherigen Mitarbeiter im administrativen und pädagogischen Bereich behalten ihre Anstellung, wurde angekündigt.

Regens Thorsten Schreiber, der „Hausherr“ des Grazer Priesterseminars, erwartet sich vom der räumlichen Zusammenlegung auch eine Bereicherung der Priesterausbildung. Es ergebe sich eine gute Möglichkeit, „die ganzheitliche Bildung zum Priester durch vielfältige Kontaktmöglichkeiten zu fördern“.




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