Letztes Update am Di, 04.06.2019 16:18

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Mindestens 16 Tote nach Angriff von Rebellen im Ost-Kongo



Im Osten des Kongo sind bei einem Angriff von Rebellen laut Behörden mindestens 16 Menschen getötet worden. Mutmaßliche Kämpfer der Miliz ADF griffen einen Teil der Stadt Beni an, wie Bürgermeister Bakwanamaha Modeste am Dienstag sagte. Bei dem Angriff am Montagabend wurden demnach 13 Zivilisten, zwei Soldaten und ein Angreifer getötet.

Bewohner Benis demonstrierten am Dienstagvormittag wegen der schlechten Sicherheitslage, sie trugen aus Protest einige der Leichen des Angriffs vom Vortag zum Rathaus. Nahe Beni gibt es einen schlimmen Ebola-Ausbruch. Der Ausbruch dieser gefährlichen Krankheit ist auch wegen der Instabilität in der Region schwer einzudämmen.

Die ursprünglich aus Uganda stammende radikal-islamische ADF führt immer wieder Angriffe rund um Beni durch. Ihr wird vorgeworfen, seit 2014 Tausende Menschen, darunter UNO-Friedenssoldaten, getötet zu haben. Die Ziele der Gruppe sind weitgehend unklar. Im instabilen Ost-Kongo sind zudem etliche andere bewaffnete Gruppen aktiv, denen es meist um die Kontrolle über Gebiete und deren Bodenschätze wie Gold oder Kobalt geht.




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