Letztes Update am Mi, 05.06.2019 11:49

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Ein Toter und ein Verletzter durch Schüsse in Salzburg



Zu einer tödlichen Auseinandersetzung mit einer Schusswaffe ist es am Dienstag am späten Abend im Salzburger Stadtteil Lehen gekommen. Laut Polizei wurde dabei ein 46-jähriger Bosnier getötet und sein 24-jähriger Sohn verletzt. Der bisher unbekannte Täter, der zuerst auf den Sohn und dann auf den Vater einen Schuss abgegeben hatte, konnte flüchten. Eine Großfahndung wurde eingeleitet.

Ersten Informationen zufolge kam es um 22.20 Uhr vor einem Lokal an der Ignaz-Harrer-Straße zu einem Streit zwischen dem 24-jährigen Bosnier und dem Täter. Der Bosnier holte sich Unterstützung von seinem Vater, der sich in dem Gastronomiebetrieb aufhielt. Als die beiden vor das Lokal traten, gab der Täter „einen Schuss in Richtung des Sohnes und danach in Richtung des Vaters“ ab, informierte die Landespolizeidirektion Salzburg am Mittwochvormittag. Danach machte sich der Unbekannte davon.

Der 46-Jährige erlag noch am Tatort seinen Verletzungen. Sein Sohn wurde von einem Notarzt erstversorgt und vom Roten Kreuz in das Landeskrankenhaus Salzburg gebracht. Ein Kriseninterventionsteam des Roten Kreuzes betreute Angehörige der Bosnier.

Am Mittwoch am frühen Vormittag befand sich der Täter noch auf der Flucht, wie eine Polizeisprecherin auf APA-Anfrage erklärte. Die Hintergründe der Bluttat waren vorerst nicht bekannt. Die Ermittlungen unter der Leitung des Landeskriminalamtes Salzburg laufen auf Hochtouren.

„Die Fahndung ist bis dato negativ verlaufen“, sagte eine Polizeisprecherin zur APA. Patronenhülsen wurden sichergestellt. Die Tatwaffe wurde bisher nicht gefunden. Mehrere Zeugen haben zwar eine Personenbeschreibung zu dem bisher unbekannten Täter abgegeben. Da es aber Sprachschwierigkeiten bei der Befragung gab und die Angaben nicht miteinander übereinstimmten, muss die Polizei die Aussagen erst auf ihren Wahrheitsgehalt überprüfen. Deshalb könne zum jetzigen Zeitpunkt keine Personenbeschreibung veröffentlicht werden, erklärte die Sprecherin.




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