Letztes Update am Mi, 05.06.2019 22:49

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Ronaldo schoss Portugal ins Nations-League-Finale



Die Fußball-Nationalmannschaft Portugals steht als erstes Team im Finale der europäischen Nations League. Die Hausherren setzten sich am Mittwoch in Porto im Halbfinale gegen die Schweiz 3:1 (1:0) durch. Alle drei Treffer gingen auf das Konto von Superstar Cristiano Ronaldo. Im Finale trifft Portugal am Sonntag auf England oder die Niederlande, die sich am Donnerstag in Guimaraes gegenüberstehen.

Juventus-Turin-Stürmer Ronaldo erzielte in der 25. Minute aus einem Freistoß die Führung für den Europameister, kurz vor Schluss bedeutete sein Doppelschlag (88., 90.) die Entscheidung einer bis dahin offenen Partie. Ricardo Rodriguez (57.) hatte für die Schweiz per Elfmeter zum 1:1 ausgeglichen.

Die Zuschauer im Estadio do Dragao sahen eine gut aufgelegte Schweizer Mannschaft, die mit Chancen von Champions-League-Sieger Xherdan Shaqiri (3.) und Portugal-Legionär Haris Seferovic (5.) enorm stark begann. Nach einer diskussionswürdigen Entscheidung des deutschen Schiedsrichters Felix Brych, der ein Foul an Ronaldo gesehen haben will, gab es in der 25. Minute Freistoß. Den setzte der Topstar der Portugiesen direkt in die lange Ecke. Goalie Yann Sommer hatte sich zuvor wohl in die Mitte orientiert.

Nach der Pause gab es in direkter Abfolge auf beiden Seiten jeweils eine potenzielle Elfmeter-Situation. Brych entschied zunächst auf Penalty für die Portugiesen, begutachtete dann jedoch selbst auf dem Monitor die Szene im anderen Strafraum, die vorausgegangen war. Anschließend sprach der Deutsche den Schweizern einen etwas gnädigen Penalty zu, den Rodriguez mit etwas Glück flach ins rechte Eck verwandelte. Der Elfmeter für die Portugiesen kam regelkonform nicht mehr zur Ausführung.

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Beim Vizeweltmeister gab Jungstar Joao Felix sein Debüt auf internationaler Ebene, blieb aber unscheinbar. In der 71. Minute wurde der 19-Jährige ausgewechselt. Der 34-jährige Kapitän Ronaldo hingegen drehte erst im Finish auf, als er Sommer zunächst per Direktabnahme überwand und den Ball dann keine zwei Minuten später von halblinker Position im Strafraum ins lange Eck hämmerte.




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