Letztes Update am Do, 06.06.2019 10:36

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Drozda weist Gerüchte um Ablöse Rendi-Wagners zurück



SPÖ-Bundesgeschäftsführer Thomas Drozda hat in einem internen Mail an Parteifunktionäre die Gerüchte um eine mögliche Ablöse von Parteivorsitzender Pamela Rendi-Wagner als „haltlose Spekulationen“ zurückgewiesen. Für den späten Nachmittag ist laut APA-Informationen in der SPÖ eine Sitzung der Parteigranden angesetzt. Als Thema wird offiziell die Vorbereitung der Nationalratswahl genannt.

In dem der APA vorliegenden Mail an die Parteifunktionäre erklärt Drozda: „Die Gerüchte und Spekulationen um Gerhard Zeiler entbehren jeglicher Grundlage. „ Erst gestern habe der frühere Bundeskanzler Franz Vranitzky Rendi-Wagner in einem persönlichen Gespräch Unterstützung zugesichert. Zuletzt war kolportiert worden, dass der Medienmanager zur Übernahme der Parteiführung bereit sei, sein Sprecher dementierte aber angebliche Gespräche darüber. Vranitzky hatte sich vor der Wahl von Christian Kern für Zeiler als Parteichef stark gemacht.

„Diese Gerüchte werden vom politischen Gegner bewusst platziert, um uns als Partei zu schaden und von den Ereignissen der letzten Woche abzulenken“, schreibt Drozda. Und weiter: „Wir dürfen uns durch solche Zurufe von außen nicht irritieren lassen. Die bevorstehende Wahlauseinandersetzung wird eine sehr intensive werden. Umso wichtiger ist es, fokussiert auf den Herbst hinzuarbeiten und uns auf unsere Stärken zu konzentrieren.“

Der Bundesgeschäftsführer hält auch ausdrücklich fest, dass Rendi-Wagner sowohl im Bundesparteipräsidium als auch im Bundesparteivorstand mit jeweils 100 Prozent zur Spitzenkandidatin für die Nationalratswahl designiert worden ist.

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Der Vorarlberger SPÖ-Landeschef Martin Staudinger will sich unterdessen an der Personaldebatte um Rendi-Wagner nicht beteiligen. Das Ganze sei offenbar ein Versuch, „anderer Bundesländervorsitzender, in den Medien vorzukommen - das brauch‘ ich nicht. Ich muss in Vorarlberg gewinnen“, so Staudinger am Donnerstag gegenüber der APA.

Auf die Frage, ob Gerhard Zeiler eine Alternative wäre, wiederholte Staudinger, an medialen Spekulationen wolle er sich nicht beteiligen. Die Chancen der SPÖ bei der Nationalratswahl seien gut, wenn man jetzt die „Wahlbewegung“ starte und die Diskussionen „vor allem über die Medien“ beende. Schließlich stünden die anderen Parteien vor größeren Problemen. Auf die Frage, warum die SPÖ etwa bei der EU-Wahl nicht mehr Kapital aus der Situation schlagen konnte, meinte Staudinger: „Genau wegen dieser Diskussionen“.




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