Letztes Update am Fr, 07.06.2019 17:17

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


US-Zölle auf mexikanische Waren treten am Montag in Kraft



Die US-Zölle auf mexikanische Waren sollen wie von Präsident Donald Trump angedroht an diesem Montag in Kraft treten. Das Weiße Haus teilte am Freitag mit, zwar gebe es „Fortschritt“ in den Verhandlungen mit dem Nachbarland über die Einwanderungspolitik, dennoch bleibe es bei der Verhängung der Zölle.

Mit den Importaufschlägen will Trump die mexikanische Regierung dazu bringen, härter gegen Migranten vorzugehen, die illegal in die USA gelangen wollen.

Regierungsvertreter der USA und Mexikos führen seit Tagen in Washington Gespräche über den Einwanderungsstreit. US-Präsidentensprecherin Mercedes Schlapp kritisierte am Donnerstag, dass die bisherigen mexikanischen Vorschläge „einfach nicht genug“ seien. „Es sieht so aus, als bewegen wir uns auf den Pfad der Zölle zu“, sagte sie im Sender Fox News.

Die Zahl der illegal über die US-Südgrenze gelangenden Menschen hat in den vergangenen Monaten deutlich zugenommen. Dabei handelt es sich meist um Migranten aus El Salvador, Guatemala und Honduras, die vor Armut und Gewalt in ihren Ländern flüchten. Die meisten von ihnen beantragen nach Überqueren der US-Grenze Asyl.

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Allein im Mai wurden an der US-Grenze zu Mexiko 144.000 Migranten von Beamten gestoppt oder festgenommen, wie die US-Grenzschutzbehörde CBP mitteilte. Das war eine Zunahme von 32 Prozent im Vergleich zu April.

Der mexikanische Präsident Andres Manuel Lopez Obrador kündigte unterdessen an, dass er am Samstag in die mexikanische Grenzstadt Tijuana reisen will. Dabei wolle er die „Würde Mexikos“ und die „Freundschaft mit dem Volk der Vereinigten Staaten“ verteidigen.




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