Letztes Update am Di, 11.06.2019 10:32

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Vier Leichen aus Schiffswrack in Budapest geborgen



Fast zwei Wochen nach dem tödlichen Schiffsunglück auf der Donau in Budapest sind im Zuge der seit Dienstagvormittag laufenden Bergungsarbeiten bereits vier Opfer aus dem Wrack geborgen worden. Darunter befanden sich offenbar auch der Kapitän sowie ein sechsjähriges Mädchen, berichteten staatliche Medien am Dienstag.

Unter den anderen aus dem Wrack geborgenen Opfern befindet sich darüber hinaus die Mutter des sechsjähriges Mädchens. Bei dem Unglück vor fast zwei Wochen befanden sich 35 Personen an Bord des Dampfers - 33 südkoreanische Touristen und zwei Besatzungsmitglieder. Das kleine Boot sank innerhalb weniger Sekunden. Nur sieben Touristen überlebten das Schiffsunglück. Die Anzahl der Todesopfer stieg mittlerweile auf 24 an.

Bei den Bergungsarbeiten, die insgesamt etwa sechs Stunden dauern dürften, kommt ein Spezialkran zum Einsatz. Taucher untersuchen das Wrack während der Hebung immer wieder. Experten befürchten, dass das Wrack wegen massiver Beschädigungen zerbrechen könnte. Das Schiffswrack soll schließlich ausgepumpt und auf einen Lastenkahn gehoben werden. Die Bergung soll am Dienstag insgesamt bis zu sieben Stunden dauern.

Nur sieben Insassen überlebten das Unglück. Wegen der starken Strömung in der Donau konnten Taucher bisher nicht in das Wrack vordringen. Die Einsatzkräfte konzentrierten sich daher darauf, die Bergung des Wracks vorzubereiten. Der Kapitän des Kreuzfahrtschiffs war nach dem Unglück verhaftet worden. Gegen ihn wird wegen einer Gefährdung des Schiffsverkehrs mit Todesfolge ermittelt.

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