Letztes Update am Mi, 12.06.2019 06:03

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Nachrichtenaffinität der Österreicher steigt



Die Nachrichtenaffinität der Österreicher steigt: Ein Viertel kann als „Nachrichten-Enthusiasten“ bezeichnet werden, wie es in der Österreich-Auswertung des „Reuters Institute Digital News Report“ heißt. Sie sind an Nachrichten äußerst interessiert und konsumieren sie mindestens sechs Mal pro Tag. Allerdings ist das Vertrauen der Österreicher in Nachrichten zum zweiten Jahr in Folge leicht gesunken.

2019 gaben nur noch 38,7 Prozent der Befragten an, den Nachrichten im Allgemeinen zu vertrauen (2018: 40,7 Prozent). Basis der Studie ist eine Befragung von rund 2.000 Österreichern, die zumindest einmal im Monat Nachrichten konsumieren (Befragungszeitraum Jänner/Februar 2019). Für die Auswertung und Analyse zeichnete ein Wissenschafter-Team der Universität Salzburg (Fachbereich Kommunikationswissenschaft) verantwortlich.

62,5 Prozent der Befragten sind laut der Studie „Schlagzeilen-Folger“, die großes Interesse zeigen und bis zu fünf Mal täglich Nachrichten nutzen. Der Anteil der Gelegenheitsnutzer ist im Gegenzug rückläufig (12,5 Prozent; 2018: 28,8 Prozent).

Die Bereitschaft, für Nachrichten-Content zu zahlen, steigt nur langsam. Nur 9,1 Prozent der Befragten gaben an, in der vergangenen Woche für Online-Nachrichten bezahlt zu haben (2018: 8,5 Prozent).

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Die traditionellen Medien werden weiterhin stark genutzt: Die beiden beliebtesten Nachrichtenquellen sind nach wie vor TV-Nachrichtenprogramme (64,7 Prozent) und gedruckte Zeitungen (53,5 Prozent). Anders sieht das bei den jüngeren Altersgruppen aus: Für die 18- bis 24-Jährigen sind Soziale Medien die am häufigsten verwendete Nachrichtenquelle (67,3 Prozent).

Der Anteil aller Befragten, der Social Media als Hauptnachrichtenquelle bezeichnet, beträgt 10,5 Prozent. Führend ist dabei Facebook, dahinter folgen Whatsapp und Youtube.

Erstmals wurde auch die Qualität des Nachrichtenangebots in Österreich abgefragt. Demnach sehen 65,7 Prozent die Aktualität gegeben; auch, dass die Medien einen Beitrag zum Verständnis leisten, sehen 42,9 Prozent. Allerdings halten 17,6 Prozent die Themen nicht für relevant.




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