Letztes Update am Mi, 12.06.2019 10:49

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Sommerszene macht Salzburg zur Stätte von 14 Produktionen



Für 13 Tage nimmt die Sommerszene wieder die Stadt Salzburg mit zahlreichen Performances ein, die dieses Jahr teilweise auch über die Stadtgrenzen hinaus gehen. Insgesamt hat das Festival Gäste aus neun Ländern mit 14 Produktionen an die Salzach gelockt, von denen fünf Uraufführungen sind.

Bevor sich die Salzburger Festspiele den Stadtraum im Sommer zu eigen machen, reisen zur Sommerszene traditionell Künstler aus der ganzen Welt an, die zusammen mit den Salzburgern ein vielseitiges Programm aus Tanz und Performance kreieren, das mittlerweile internationale Anerkennung genießt. Den Anfang des von 17. bis 29. Juni dauernden Festivals macht Jan Martens, der erstmals in Salzburg zu Gast sein wird. „Rule of Three“ ist eine Arbeit über Körper, Rhythmus und Timing, bei dem Martens außerdem erstmals mit einem Live-Drummer auftritt.

Als Koproduzent ist dieses Jahr auch die ARGEkultur am Festival beteiligt. Das Projekt „The very Moment“ der Münchner Choreografin Anna Konjetzky ist eine analytische Performance, die aus einer Bewegung, dem Stehen auf den Zehenspitzen, erarbeitet wurde und sich vom wissenschaftlichen Zugang zu einem heiteren Abendprogramm entwickeln soll. Die ARGE ist außerdem eine von fünf Spielstätten, die während des Festivals als Bühne genutzt werden.

Eine Uraufführung im Freien wird „Herde und Stall“ des Salzburger Choreografen Hubert Lepka sein. Hierfür haust eine Handvoll Tänzer, Schauspieler und Tiere zusammen in einem Gehege. „Mich beschäftigt schon lange, wo die Grenze zum Tiersein anfängt und das Menschsein aufhört“, hat Lepka bereits bei der Programmpräsentation über sein Werk berichtet. Vor der Uraufführung am 22. Juni können außerdem am 17. und 18. Juni öffentliche Proben in der Pferdeschwemme besucht werden. Zum Finale erinnert sich Michikazu Matsune in „All Together“ an reale und fiktive Begegnungen in seinem Leben und arbeitet diese in seiner Performance im Szene Theater auf. Anschließend verabschiedet sich die Sommerszene wieder traditionell mit der Closing Party.

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Über die gesamte Festivalzeit erstrecken sich dieses Jahr zwei Beiträge. Einer ist die Performance des Salzburger Kollektivs „ohnetitel“. Für „Die Späte Stunde - eine episodenhafte Odyssee durch die Stadt“ bedient sich das Kollektiv an den Konstruktionsplänen des „Ulysses“ von James Joyce und führt daran inspiriert das Publikum in 24 Episoden durch die Stadt, wobei täglich vier Episoden gezeigt werden. Im Neutortunnel ist außerdem durchgehend die Klanginstallation „Euch sprechen die Steine“ von Komponist Marco Döttlinger geöffnet. Hierfür hat er zu verschiedenen Tageszeiten Geräusche aus der unmittelbaren Umgebung aufgenommen, die er zusammen mit auf einem Kontrabass gespielten Melodien verdichtet abspielt.




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