Letztes Update am So, 16.06.2019 17:12

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Präsidentschaftswahl in Guatemala begonnen



In Guatemala haben am Sonntag die Wahllokale für die Präsidentschaftswahl geöffnet. Zur Stimmabgabe aufgerufen sind über acht Millionen Menschen, die zugleich auch ihre Parlamentsabgeordneten und Bürgermeister wählen können. Die Themen Korruption, Kriminalität, Armut und Migration hatten den Wahlkampf in dem mittelamerikanischen Land geprägt.

19 Kandidaten stehen zur Wahl für die Nachfolge von Präsident Jimmy Morales. Als Favoritin ging die frühere Präsidentengattin und Mitte-Links-Kandidatin Sandra Torres ins Rennen, die in den letzten Umfragen deutlich in Führung lag. Auf dem zweiten Platz folgte mit deutlichem Abstand der rechtskonservative Kandidat Alejandro Giammattei. Doch keiner der beiden wird voraussichtlich die nötigen 50 Prozent der Stimmen erreichen, um eine Stichwahl am 11. August vermeiden zu können.

Torres tritt für die Mitte-Links-Partei „Nationale Einheit der Hoffnung“ an. Sie ist die Ex-Frau des früheren Präsidenten Álvaro Colom. Eine weitere aussichtsreiche Kandidatin, die frühere Generalstaatsanwältin und Anti-Korruptions-Aktivistin Thelma Aldana, war von der Wahl ausgeschlossen worden.

Der ehemalige TV-Komiker Morales, der 2015 zum Präsidenten gewählt worden war, durfte nicht erneut kandidieren. Der Präsident wird in Guatemala für fünf Jahre gewählt.




Kommentieren