Letztes Update am Mo, 17.06.2019 17:05

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Mehr als 160 Menschen bei Stammeskämpfen im Kongo getötet



Im Osten des Kongo sind bei einem Gewaltausbruch zwischen verfeindeten Stämmen mehr als 160 Menschen getötet worden. In der vergangenen Woche seien ethnische Konflikte zwischen Angehörigen der Hema und Lendu wieder aufgeflammt, berichteten örtliche Regierungsstellen am Montag. Die genaue Identität der Täter sei allerdings noch unklar, hieß es.

Eine Serie von Angriffen in der Ituri Provinz der Demokratischen Republik Kongo hätten Hema zum Ziel gehabt, die vor allem von Viehherden leben. Sie sind seit langem mit den Lendu über Weiderechte und politischen Einfluss zerstritten. Die Lendu wiederum sind überwiegend sesshafte Bauern, die meist vom Getreideanbau leben. Zwischen 1999 und 2007 waren bei einem offen Kampf zwischen den Volksgruppen etwa 50.000 Menschen getötet worden.




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