Letztes Update am So, 23.06.2019 10:58

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Äthiopiens Armeechef und Regionalpräsident getötet



Äthiopiens reformorientierter Ministerpräsident Abyi Ahmed hat am Wochenende einen schweren Rückschlag erlitten: Nach Angaben seiner Sprecherin Billene Seyoum wurden bei einem Putschversuch in der Region Amhara am Samstag Regionalpräsident Ambachew Mekonnen sowie ein weiterer hochrangiger Regionalvertreter getötet.

Wenige Stunden später sei Äthiopiens Armeechef Seare Mekonnen von seinem Leibwächter erschossen, sagte Abyis Sprecherin am Sonntag. Auch ein pensionierter General, der Seare in seinem Haus besuchte, fiel demnach dem Attentat zum Opfer.

Billene sprach von einem „koordinierten Angriff“. Demnach hatte Amharas Sicherheitschef Asaminew Tsige am Samstag mit einem bewaffneten Kommando ein Treffen der führenden Regionalvertreter attackiert. Danach wurde der Generalstabschef Opfer eines Attentats. Laut unterschiedlichen Quellen wurde sein Leibwächter festgenommen. Dagegen sei Amharas Sicherheitschef noch auf der Flucht, hieß es.

Die nordwestliche Region Amhara ist eine von neun autonomen Regionen des Landes am Horn von Afrika. Abiy wird dafür gelobt, dem bisher üblichen autoritären Regierungsstil im Land ein Ende bereitet zu haben. Seit seinem Amtsantritt im April 2018 haben ethnische Konflikte aber zugenommen.




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