Letztes Update am Mo, 24.06.2019 12:00

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Einsatzkräfte rüsten sich für heißes Formel-1-Wochenende



Mit der Formel 1 rollen am Wochenende auch wieder tausende Gäste und Hunderte an Einsatzkräften ins Murtal nach Spielberg zum Red Bull Ring an. Die Veranstalter setzen auf das bewährte Verkehrskonzept. Besucher müssen allerdings Staus sowohl bei der An- als auch bei der Abreise einplanen. Es wird daher zu öffentlichen Verkehrsmitteln, Shuttles und Fahrrädern geraten, hieß es am Montag.

Bezirkspolizeikommandant Günther Perger kündigte an: „Die Polizei wird sichtbar präsent sein und umfangreiche Maßnahmen setzen - sei es im Verkehrsdienst oder auf präventiver Ebene.“ Die Exekutive werde mit einer „großen Zahl an Beamten, sowohl uniformiert als auch in Zivilkleidung, Tag und Nacht im Einsatz stehen“. Spezialisten wie Experten im Erkennen von Sprengmitteln, Diensthundeführer mit ihren vierbeinigen Kollegen, Beamte des Einsatzkommandos Cobra und Hubschrauber des Innenministeriums werden die regulären Kräfte unterstützen.

Als zentrale polizeiliche Anlaufstelle für Besucher wird im Bereich des Haupteinganges zum Gelände eine zeitweilige Polizeiinspektion eingerichtet. Über aktuelle Entwicklungen während der Großveranstaltung wird im Internet, via Nachrichten und Verkehrsfunk sowie - im Zusammenwirken mit dem Veranstalter - vor Ort mittels Durchsagen informiert. Wo Gedränge herrscht, sind oft auch Taschendiebe unterwegs: Die Polizei empfiehlt besonders auf Wertgegenstände achtzugeben.

Das Rote Kreuz wird rund um die Uhr mit bis zu 120 Mitarbeitern sowie bis zu 25 Fahrzeugen im Einsatz stehen. Drei Stationen für Notfälle der Besucher werden eingerichtet und die Helfer werden rund 2.500 Arbeitsstunden leisten. Die Rettungskräfte warnten bereits am Montag angesichts der prognostizierten hohen Temperaturen vor Hitzekollaps, Sonnenstich und Co.: Um diesen Gefahren vorzubeugen sei es wichtig, „auf seinen Körper zu hören und den gesunden Menschenverstand walten zu lassen“. Es wird empfohlen, viel und regelmäßig zu trinken, auch wenn man noch nicht durstig ist, sowie weite, helle und atmungsaktive Kleidung zu tragen und leichte Kost zu essen. Weder Menschen noch Tiere dürfen in geparkten Autos zurückgelassen werden. Ausreichend Sonnenschutzcreme und Kopfbedeckungen sind mitzunehmen.

Die Feuerwehr wird ebenfalls rund 120 Männer und Frauen von 14 Wehren am Wochenende in Spielberg im Einsatz sein. In jeweils Zwölf-Stunden-Schichten werden sie mit 33 Fahrzeugen und drei Löschquads für die Sicherheit am Hubschrauberlandeplatz, Konzertgelände, Camping- und Parkplätzen sowie im Innenbereich des Red Bull Rings und auf der Rennstrecke sorgen. „Weitere Einheiten aus den Bereichsfeuerwehrverbänden Murau, Judenburg und Leoben sind am Rennwochenende ebenfalls in erhöhter Einsatzbereitschaft“, sagte der stellvertretende Landesbranddirektor Erwin Grangl.

Für die Anreise wird die Asfinag sämtliche Baustellen im nahen Umfeld der Rennstrecke vorübergehend rückbauen, um einen besseren Ablauf sicherzustellen. Dennoch wird es zu Staus kommen. Die Anreise sollte daher geplant sein und das Eintreffen am Ring noch vor 7.30 Uhr sein. Pkw aus Wien sollen über die Semmering Schnellstraße (S6), den Knoten St. Michael und dann über die Murtal Schnellstraße (S36) anreisen. Jene aus Graz über die Pyhrnautobahn (A9), durch den Gleinalmtunnel und dann ebenfalls über den Knoten St. Michael und die S36. Besucher aus Salzburg fahren am besten über die Tauernautobahn (A10), die Murtal Straße (B96) über St. Michael im Lungau, Tamsweg, Murau bis Judenburg.

Aus Oberösterreich empfiehlt sich die Anreise über die A9, den Bosrucktunnel, den Knoten St. Michael und die S36. Aus Kärnten ist der beste Weg über den Neumarkter Sattel nach Judenburg. Aus der Region Schladming gelangt man über die Ennstal Bundesstraße (B320) nach Liezen und von da nicht über die A9, sondern über die Schoberpassstraße (B113) und den Triebener Tauern und Fohnsdorf, und von da an den Red Bull Ring.

Es gilt jeweils den Beschilderungen und den Anweisungen der Ordnungsdienste Folge zu leisten. Abhängig von der Farbe des Formel-1-Tickets werden die Fans bereits auf der Autobahn zu den nächstgelegenen Parkplätzen geleitet, die sich in Gehdistanz zur Rennstrecke befinden. Mit der „Spielberg App“ kann der Anfahrtsweg berechnet werden, und bei der Abreise findet man mit der „Find my Car“-Funktion das geparkte Auto oder Motorrad wieder.

Für die Anreise mit dem Zug gilt es, den Zielbahnhof Knittelfeld anzusteuern. Zudem bieten Postbus sowie Eventbus Fahrten aus ganz Österreich an. Kostenlose Spielberg-Shuttlebusse stehen vom Bahnhof Knittelfeld und vom Busbahnhof Judenburg zum Nahbereich des Red Bull Ring zur Verfügung.

„Nimm‘s Radl“ lautet einmal mehr die Devise: Auf dem Rad werden Staus vermieden. Die Drahtesel können besonders nah am Ring abgestellt werden. Zwei Park-&-Bike-Parkplätze stehen zur Verfügung: Großlobming (7,3 Kilometer entfernt, Nähe Schlossweg 19, 8734 Großlobming) und Weißkirchen (9,7 Kilometer entfernt, B77, Judenburgerstraße 32, 8741 Weißkirchen). Die Radwege von den Park-&-Bike-Parkplätzen zur Rennstrecke sind ausgeschildert.

angefordert werden.

Nur wenige Gehminuten vom Red Bull Ring entfernt befinden sich mehrere Campingplätze. Wer bereits den Mittwoch oder den Donnerstag als Tag der Anreise wählt, kommt problemlos an dieses Ziel. Für eine möglichst optimale Anreiseverteilung werden Camper am Donnerstag auf der S36 durch LED-Hinweise geführt. Für Camping „Pink“, „Grün“, „Lila“, „Gelb“ und „Orange“ ist die Ausfahrt Knittelfeld West ideal. „Blau“ und „Rot“ sollten bei Zeltweg West abfahren. Die Zufahrt ist am Mittwoch, Donnerstag und Freitag den gesamten Tag möglich. Am Freitag ist mit erhöhtem Verkehrsaufkommen zu rechnen, daher wird eine Anreise bis 10.00 Uhr dringend empfohlen, am Samstag bis 9.00 Uhr. Die Abreise für Camper ist am Sonntag ab 20.00 Uhr möglich.




Kommentieren