Letztes Update am Mo, 24.06.2019 12:52

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Mindestens 25 Tote nach Einsturz von Rohbau in Kambodscha



Nach dem Einsturz eines siebenstöckigen Rohbaus in der kambodschanischen Stadt Sihanoukville hat sich die Zahl der Todesopfer nach Regierungsangaben auf mindestens 25 erhöht. Zwei Überlebende wurden am Montag aus den Trümmern geborgen. Kurz zuvor hatte es vonseiten der Rettungskräfte geheißen, es gebe kaum noch Hoffnung auf Überlebende.

Das siebenstöckige Gebäude war Samstagfrüh im Küstenort Sihanoukville eingestürzt, als dutzende Bauarbeiter darin geschlafen hatten. Bei den meisten Todesopfern handelt es sich um Bauarbeiter im Alter von 16 bis 48 Jahren. Der zu 80 Prozent fertiggestellte Bau gehörte einem chinesischen Unternehmen. Die Polizei nahm am Samstag vier Menschen fest, darunter den chinesischen Eigentümer des Gebäudes, den Chef des Bauunternehmens und ein Subunternehmer. Auch diese beiden Unternehmen sind in chinesischer Hand. Zudem wurde der kambodschanische Grundbesitzer von der Polizei befragt.

Zahlreiche Soldaten und Polizisten halfen bei der Suche nach Vermissten in den Beton-, Holz- und Metalltrümmern. Insgesamt mehr als tausend Menschen beteiligten sich an der Suche. Wie viele Menschen sich zum Zeitpunkt des Unglücks in dem Rohbau aufgehalten hatten, war unklar.

Der Überlebende Phat Sophal sagte, die Arbeiter hätten in dem Rohbau geschlafen, als das Gebäude über ihnen zusammengestürzt sei. „Gegen 4.00 Uhr gab es einen lauten Knall. Der Fußboden bebte, plötzlich stürzte das Gebäude ein.“ Er habe bis zum Bauch in Trümmern festgesteckt und sei erst nach sechs Stunden befreit worden, sagte der Mann.

In der Küstenstadt gibt es seit mehreren Jahren einen regelrechten Bauboom. Vor allem für Touristen aus China werden zahlreiche Gebäude in die Höhe gezogen.




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