Letztes Update am Di, 25.06.2019 13:48

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Weiter Suche nach Grund für Absturz zweier Eurofighter



Am Tag nach dem Absturz von zwei Eurofightern der deutschen Luftwaffe im nordöstlichen Bundesland Mecklenburg-Vorpommern mit einem getöteten Piloten geht die Ursachensuche weiter. Wie ein Luftwaffen-Sprecher am Dienstag in der Früh sagte, wurde auch in der Nacht die Suche nach Wrackteilen und die Sicherung der Absturzstellen fortgesetzt.

Dabei kamen Nachtsichtgeräte und starke Scheinwerfer zum Einsatz. Insgesamt sei die Zahl der beteiligten Bundeswehr-Angehörigen auf mehr als 300 erhöht worden. Sie ersetzen die gut 200 Polizeibeamten, die am Montagnachmittag unmittelbar nach der Flugzeugkatastrophe mit der Suche nach den Piloten und der Sicherung der Unglücksorte begonnen hatten, am späten Abend dann aber abgezogen wurden.

Bei Luftkampfübungen waren zwei Eurofighter über der Mecklenburgischen Seenplatte zusammengestoßen und mehrere Kilometer voneinander entfernt abgestürzt. Beiden Piloten gelang es zwar noch, die Schleudersitze zu aktivieren. Doch wurde ein Pilot getötet. Der zweite überlebte das Unglück und wurde verletzt in ein Krankenhaus gebracht. Der Zusammenstoß gilt als das schwerste Unglück der Bundeswehr in Deutschland seit Jahren. Zivile Opfer gab es nicht.

Am Dienstag gab die deutsche Luftwaffe Details zu den beiden Piloten bekannt. Dem überlebenden Piloten gehe es „den Umständen entsprechend gut“, sagte ein Sprecher. Er schwebe nicht in Lebensgefahr. Der Oberstleutnant sei ein „erfahrener Eurofighter-Pilot und Fluglehrer“ und habe mehr als 3.500 Flugstunden absolviert.

Bei dem beim Zusammenstoß der beiden Kampfflugzeuge am Montag tödlich verunglückten Piloten handelte es sich demnach um einen Oberleutnant. Dieser hatte der Luftwaffe zufolge seine Grundausbildung in Spanien erfolgreich abgeschlossen und befand sich in der „verbandsinternen Aus- und Weiterbildung“ am Standort Laage. Beide Eurofighter gehörten zum Taktischen Luftwaffengeschwader 73 „Steinhoff“ in Laage bei Rostock.

An dem Fliegerhorst in Norddeutschland wurden auch österreichische Piloten auf den Eurofighter umgeschult. Insgesamt waren 28 heimische Piloten in Laage, sagte Oberstleutnant Dietrich Springer am Dienstag der APA. Derzeit wird allerdings kein heimischer Flieger dort umgeschult. Luftfahrtzwischenfälle mit österreichischen Eurofighter-Piloten sind bei Rostock bisher nicht bekannt geworden.

In Laage findet nach Angaben der deutschen Luftwaffe „bis auf Weiteres“ kein Flugbetrieb statt. Die anderen Eurofighter-Geschwader seien nicht betroffen.




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