Letztes Update am Mi, 26.06.2019 21:06

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


„Sea-Watch 3“: Ungewissheit um Landung der Migranten



Die 42 Migranten des Rettungsschiffes „Sea-Watch 3“, das vor dem Hafen der süditalienischen Insel Lampedusa auf das Anlegen wartet, dürften eine weitere Nacht an Bord verbringen müssen. Die italienischen Behörden verweigern weiterhin die Landegenehmigung. Polizisten gingen an Bord des Schiffes und forderten die Dokumente der Menschen an Bord, berichteten italienische Medien am Mittwoch.

Der italienische Innenminister Matteo Salvini machte unterdessen Druck auf die deutsche und die niederländische Regierung zur Aufnahme der Migranten. Das Schiff der deutschen NGO „Sea Watch“ ist unter niederländischer Flagge unterwegs. Er erwarte sich von Europa eine Lösung, sagte Salvini auf Facebook. „Lampedusa braucht zahlende Touristen, nicht illegale Migranten, die Italien versorgen muss“, sagte der Chef der rechten Regierungspartei Lega.

Die oppositionelle Demokratische Partei (PD) kündigte die Entsendung einiger ihrer Parlamentarier nach Lampedusa mit der Aufgabe an, über die Beachtung der Menschenrechte zu wachen. Menschenrechtsorganisationen plädierten für die sofortige Ausschiffung der Migranten.

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