Letztes Update am Do, 27.06.2019 22:19

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Gasexplosion: Tote Person in zerstörtem Haus entdeckt



Nach der Gasexplosion in dem Haus am Eck Pressgasse/Schäffergasse ist eine Person in dem zerstörten Gebäude entdeckt worden. Laut Polizeisprecher Paul Eidenberger wurde der tote Mann kurz vor 20.00 Uhr gefunden, Unklarheit herrschte zunächst aber über die Identität. Die Einsatzkräfte der Wiener Berufsfeuerwehr hatten bis in die Mittwochabendstunden nach einem vermissten jungen Mann gesucht.

Damit hat die Gasexplosion vom Mittwochnachmittag zwei Menschenleben gefordert, neben dem noch nicht identifizierten Toten eine 29-jährige Frau. Ein 31-Jähriger und ein 54-Jähriger wurden schwer verletzt. Dazu kamen etliche Leichtverletzte. Feuerwehrsprecher Gerald Schimpf schloss aus, dass es weitere Opfer gibt. Zu dem nicht identifizierten Todesopfer wurde eine Obduktion angeordnet.

Anrainer des zerstörten Hauses haben am späten Donnerstagnachmittag notwendigste Sachen aus ihren Wohnungen holen dürfen. Seit 18.00 Uhr durften Bewohner der nicht betroffenen Stiege zwei des Hauses an der Ecke Preßgasse - Schäffergasse sowie des Hauses gegenüber des zerstörten Gebäudes in ihre Wohnungen zurück.

Dabei wurden sie von Vertretern der Wiener Berufsfeuerwehr und der Akutbetreuung der Stadt Wien begleitet. Diese Gebäude bzw. Gebäudeteile waren nicht einsturzgefährdet, wie Feuerwehrsprecher Lukas Schauer darlegte. Die Bewohner sollten notwendigste Dinge wie Geld, Dokumente, Ausweise oder dringend benötigte Medikamente mitnehmen.

Zuvor nahmen Feuerwehr und Baupolizei Sicherungs- und Kontrollmaßnahmen im Zuge einer Begehung vor. Unterdessen wurde für weitere Bergungs- und Sucharbeiten schweres Gerät herangezogen: Ein 50 Tonnen schwerer Bagger sollte große Häuserteile wegräumen und hatte am späten Nachmittag seine Arbeit aufgenommen. Abtransportiert wurden mittlerweile mehrere, teilweise schwer beschädigte Pkw. Sie waren im Unglücksbereich von herumfliegenden Trümmerteilen getroffen worden.

Unterdessen kümmerte sich speziell geschultes Personal um die Bewohner und Anrainer. Immer verließen Menschen mit Koffern oder Kisten die abgesperrte Zone. Einige äußerten auch zunehmend Unmut über die zahlreich anwesenden Medienvertreter und deren Dreharbeiten. Für sämtliche betroffene Bewohner der einsturzgefährdeten Wohnhausanlage wurden Ersatzquartiere organisiert.




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