Letztes Update am Fr, 28.06.2019 12:17

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Salzburger „Take The A-Train“-Festival am Scheidepunkt



Das Salzburger Musikfestival „Take The A-Train“ begeht das erste kleine, das fünfjährige Jubiläum. Das rund um das „Jazzit“ im Salzburger Bahnhofsviertel angesiedelte Musikfest wird heuer von 11. bis 15. September um einen auf fünf Tage ausgeweitet. Geboten werden 43 Konzerte, von denen bis auf wenige Ausnahmen alle bei freiem Eintritt erlebt werden können.

Das Festival selbst ist nach fünf Jahren des kontinuierlichen Wachstums an einem Scheidepunkt angelangt: Mit den vorhandenen Strukturen und Ressourcen ist eine weitere Vergrößerung nicht mehr denkbar, „das geht dann nicht mehr in der Mittagspause und nach Feierabend“, sagte Mitgründer und -organisator Markus Rauchmann am Freitag bei der Programmvorstellung. Ein weiteres Wachstum sei nur mit gesicherten Budgetmitteln möglich. Salzburgs Kulturressortchef Vizebürgermeister Bernhard Auinger habe eine Ausweitung bereits begrüßt. „Das stimmt optimistisch, wenn aber nicht, dann ist es auch kein Problem“, so Rauchmann.

Für heuer erwarten er und der künstlerische Leiter Andreas Neumayer 15.000 bis 20.000 Besucher, das hänge auch vom Wetter ab. Das Budget beträgt 85.000 Euro und wird von Bund, Stadt und Land Salzburg und aus dem Tourismus unterstützt. „Mehr als 50.000 Euro, also zwei Drittel, gehen direkt an die Musiker“, so Rauchmann. Es zeige, wie schlank die Strukturen zurzeit aufgestellt seien.

In der Ausgestaltung bleibt das Festival seinen Wurzeln treu: ungewöhnliche Locations am und rund um den Salzburger Hauptbahnhof, Internationalität und gleichzeitig Förderung des heimischen Nachwuchses, ein großer Frauenanteil auf den Bühnen sowie soziale Verantwortung. Hauptthema bleibt die Belebung des Stadtteils. Deshalb wird es die Konzerte - abgesehen von drei der über 20 Locations - gratis zu erleben geben.

Den „Head-Headliner“ (Rauchmann) des Jahres auf der Hauptbühne am Bahnhofsvorplatz konnten die Organisatoren heute noch nicht nennen, weil die Zusage zwar jede Minute erwartet wurde, bei der Präsentation aber noch nicht vorlag. Alleine für diesen Auftritt rechnen sie mehreren 1.000 Besuchern. Ein Höhepunkt sollte wieder ein Sonnenaufgangskonzert in den Räumen einer Tanzschule sein. „Die Stimmung dort erzeugt Gänsehaut“, so Neumayer. Das musikalische Angebot ist wie immer sehr breit gefächert und umfasst zahlreiche Genres.




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