Letztes Update am Fr, 28.06.2019 13:20

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Sam Querrey als hartes Auftakt-Los für Thiem in Wimbledon



Der als Nummer fünf gesetzte Dominic Thiem hat am Freitag für die erste Wimbledon-Runde ein richtig hartes Los erhalten. Der Niederösterreicher trifft beim Tennis-Grand-Slam in London am Dienstag auf Sam Querrey, der US-Amerikaner stand vor zwei Jahren im Wimbledon-Halbfinale. Thiems engerer Landsmann Dennis Novak spielt ebenso am Dienstag als Qualifikant gegen den Ungarn Marton Fucsovics.

Beide Österreicher wurden in die untere Tableau-Hälfte gelost, wobei Thiem zuoberst angeführt ist und sich im Viertel von Rafael Nadal (ESP-3) befindet. Nach Setzliste würde es also im Viertelfinale zu einer Neuauflage des French-Open-Finales kommen. Nadal, Wimbledonsieger von 2008 und 2010, hätte davor aber wohl zumindest in Runde zwei mit Nick Kyrgios eine harte Aufgabe zu überstehen. Thiem testete den Australier am Freitag in einer Exhibition.

Die Partie in Hurlingham war für den Weltranglisten-Vierten wohl eine gute Vorbereitung auf das Duell mit Querrey. „Auf Rasen ist Querrey eine schwere Auslosung“, sagte Thiem-Manager Herwig Straka gegenüber der APA, „auch wenn er derzeit sicher nicht auf dem Höhepunkt seiner Leistungsmöglichkeit ist.“ Der ehemalige Weltranglisten-Elfte ist im Ranking nur 79., hat aber nach mehr als zwei Monaten erst diese Woche wieder gespielt.

Und da klappte es in Eastbourne mit vorerst drei Siegen ohne Satzverlust für den 31-Jährigen hervorragend, für Freitag um 15.30 Uhr MESZ war sein Halbfinale gegen den italienischen Qualifikanten Thomas Fabbiano angesetzt. In Wimbledon hatte Querrey außer der 2017er-Vorschlussrunde 2016 das Viertel- und 2010 das Achtelfinale erreicht. Im selben Jahr gewann er auf Rasen den Titel im Londoner Queen‘s Club. Im Head-to-Head führt Thiem 3:1.

Novak durfte zufrieden sein, gegen keinen Gesetzten gelost worden zu sein. Fucsovics kommt als Weltranglisten-50. aber nicht weit dahinter. Der 27-Jährige hat sich ausgiebig auf Rasen eingeschlagen, verlor in Stuttgart im Viertelfinale gegen Milos Raonic (CAN), und vergangene Woche beim Queen‘s-Auftakt. Der dreifache ATP-Turniersieger hat seine heuer wertvollsten Ergebnisse im Februar erreicht - Finale in Sofia sowie 500er-Viertelfinali in Rotterdam und Dubai.

In Wimbledon stand der Budapester bisher nur 2017 und 2018 im Hauptfeld, verlor jeweils zum Auftakt ohne Satzgewinn. Novak hat vor dem ersten Duell mit ihm aus 2018 in Wimbledon Runde drei stehen. Coach Julian Knowle zur APA: „Es hätte definitiv schlimmer kommen können. Aber Fucsovics ist ein guter Spieler, kann auf Rasen gut spielen. Er ist ziemlich komplett, hat keine wahnsinnig großen Schwächen im Spiel. Sein Spiel - flach und zügig - kann Dennis aber gut liegen.“

Sollte es übrigens Thiem wie 2017 ins Achtelfinale und es Novak noch eine Runde weiter als 2018 schaffen, würde es im Achtelfinale das Duell der beiden um einen Viertelfinalplatz geben. Für Novak würde es bei einem Auftaktsieg in der zweiten Runde aber zumindest nicht leichter kommen, da es da gegen den Italiener Fabio Fognini (12) oder den US-Amerikaner Frances Tiafoe (USA) ginge. Thiems nächster Gegner wäre Cristian Garin (CHI) oder Andrej Rublew (RUS).

Rekord-Gewinner (8) Roger Federer (SUI-2) befindet sich in der Hälfte der Österreicher. Novak Djokovic (SRB-1) beginnt am Montag gegen Philipp Kohlschreiber (GER), im Halbfinale könnte es zur Neuauflage des Vorjahresfinales gegen Kevin Anderson (RSA-4) kommen. Bei den Damen beginnt Ashleigh Barty (AUS-1) am Dienstag im Tableau-Viertel von Serena Williams (USA-11) gegen Zheng Saisai (CHN), Angelique Kerber (5/TV) hat ein deutsches Duell mit Tatjana Maria.




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