Letztes Update am Fr, 28.06.2019 18:20

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Aktivisten: Fast 100 Kämpfer im Nordwesten Syriens getötet



Bei heftigen Gefechten im Nordwesten Syriens sind am Freitag laut Aktivisten fast 100 Kämpfer von Regierung und Rebellen getötet worden. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte erklärte, bei den Kämpfen im Norden der Provinz Hama hätten die Regierungstruppen 51 Soldaten und Milizionäre verloren. Aufseiten der Jihadisten und Rebellen habe es 45 Tote gegeben.

Die Kämpfe dauerten am Nachmittag weiter an. Auslöser der jüngsten Zusammenstöße in der schon lange umkämpften Region waren neue Luftangriffe der Regierungstruppen. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Sana berichtete, reagierten diese auf Angriffe der „Terroristen“ auf die Dörfer Jibin und Tal Maleh.

In der Provinz Idlib und angrenzenden Regionen gilt eigentlich seit vergangenem September eine Waffenruhe, doch geht die Armee seit Ende April verstärkt gegen die Rebellen vor. Der Großteil von Idlib wird von der Jihadistenallianz Hayat Tahrir al-Sham (HTS) dominiert, die aus dem syrischen Al-Kaida-Ableger hervorgegangen ist.

Laut der Beobachtungsstelle wurden bei den Kämpfen seit Ende April 490 Zivilisten, 821 Jihadisten und Rebellen sowie 682 Angehörige der Regierungstruppen getötet. Die oppositionsnahe Organisation bezieht ihre Angaben von Aktivisten vor Ort. Für Medien sind sie kaum zu überprüfen.




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