Letztes Update am So, 30.06.2019 11:35

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Hohe Klangqualität von Bruckners „Siebter“ in Sankt Florian



Anton Bruckners Musik entwickelt in der Stiftsbasilika von Sankt Florian immer eine besondere Aura - hat doch Bruckner hier musiziert und ist in der Krypta bestattet. So hinterließ auch die Sinfonie Nr. 7 E-Dur am Samstag bei den Oberösterreichischen Stiftskonzerten durch das Bruckner Orchester Linz unter Chefdirigent Markus Poschner starken Eindruck und wurde vom Publikum heftig bejubelt.

Bruckners Siebente gehört mit der Vierten zu seinen beliebtesten und am meisten gespielten Werken. Die einprägsamen Motive und die groß angelegten Steigerungen ziehen die Zuhörer in ihren Bann. Ob es das Adagio mit der ergreifenden Totenklage Bruckners über das Ableben von Richard Wagner ist, die darauf folgende Steigerung bis zum berühmten Beckenschlag oder das mehrfach verarbeitete Zitat „Non confundar in aeternum“ („In Ewigkeit werde ich nicht zuschanden“) aus dem Te Deum - die Themen der Siebenten fesseln vom zartesten Pianissimo des Beginns bis zur gigantischen, schier unfassbaren Steigerung des Finales.

Markus Poschner führte die Musikerinnen und Musiker des Bruckner Orchesters zu einer geradezu exemplarischen Interpretation. Mit den konzentriert spielenden Streichern, den zarten Holzbläsern bis zu den Klangexplosionen der Blechbläser zeigte sich das Orchester auf internationalem Niveau. Poschner entwickelte Bruckners Themen mit Sorgfalt und animierendem Augenkontakt zu seinem Team. Dass er sich zum Schluss ausdrücklich und händeschüttelnd beim Orchester für diese Leistung bedankte, beweist die harmonische Zusammenarbeit. ́

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