Letztes Update am So, 30.06.2019 13:21

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Mindestens 65 Tote nach Taliban-Angriffe in Afghanistan



Bei Taliban-Angriffen auf Einrichtungen der afghanischen Sicherheitskräfte sind am Wochenende mindestens 65 Menschen getötet worden. Die Attacken ereigneten sich laut Behörden in den Provinzen Baghlan, Kandahar, Kunduz und Farah.

Im Bezirk Nahrin in der nördlichen Provinz Baghlan zerstörten die militanten Islamisten am Samstag zwei Kontrollpunkte der Armee und töteten dabei mindestens 26 Angehörige einer von der Regierung unterstützten Miliz. Sie nahmen nach Angaben örtlicher Politiker zudem zwei Gefangene. Zwölf weitere Paramilitärs wurden bei den Gefechten verwundet.

Im südlichen Kandarhar sprengten die Aufständischen vier gestohlene Militärfahrzeuge nahe einem Polizeihauptquartier in die Luft. Neben elf Soldaten starben acht im Quartier untergebrachte Angestellte der afghanischen Wahlkommission, wie ein Polizeisprecher sagte. Zudem gebe es Dutzende Verletzte.

In Kunduz wurden bei einem Angriff auf den Armeestützpunkt Imam Sahib in der Nacht auf Sonntag mindestens zwölf Soldaten getötet. Mindestens 16 weitere hätten die Taliban gefangen genommen, berichtete ein Provinzratsmitglied. In Farah in Westafghanistan kamen am Freitagabend acht Soldaten beim Angriff auf eine Militärbasis um, zudem gab es laut dem Vorsitzenden des Provinzrats weitere Verletzte.




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