Letztes Update am So, 30.06.2019 18:18

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Sonntag sorgte für Hitze-Rekorde



Nach einem Auftakt am Samstag mit Temperaturen im sprichwörtlich thermischen Aufwind purzelten am Sonntag in weiten Teilen Österreichs - vor allem im Gebiet der Alpen an der Nordseite - die bisherigen Juni-Temperaturrekorde. In Innsbruck wurde mit 38,5 Grad sogar die höchste jemals in Tirol gemessene Temperatur registriert.

Die bisherige Tiroler Höchstmarke war am 27. Juli 1983 mit 38,3 Grad in Haiming gemessen worden, erklärte UBIMET-Chefmeteorologe Manfred Spatzierer. Im Juni wurden in Tirol bisher nie mehr gemessen als 36,6 Grad am 30. Juni 2012 in Innsbruck. Auch in Oberösterreich sowie in Salzburg wurde mit jeweils 37,4 Grad in Bad Goisern bzw. St. Johann/Pongau ein neuer Bundeslandrekord für den Monat Juni aufgestellt. Ebenfalls einen neuen Bundesland-Monatsrekord gab es am letzten Junitag in der Steiermark mit 37,3 Grad in Mooslandl/Hieflau (530 m).

„Das ist schon beeindruckend“, sagte Rainer Kaltenberger von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) in Wien gegenüber der APA. „Ja, man kann sagen, ein Rekord-Juni klingt mit Rekorden aus. Wir haben in Österreich derzeit 270 Messstellen, an mehr als hundert entlang der Alpennordseite sehen wir Rekorde.“

Für Montag wurde eine Verlagerung der höchsten Temperaturen Richtung Osten erwartet. Im Wiener Becken oder im nördlichen Burgenland könnten dann eventuell vereinzelt auch 38 Grad Celsius herausschauen. Das sei aber noch nicht abgesichert. „39 oder gar 40 Grad sind nicht zu erwarten“, hieß es bei der ZAMG.

Die Entwicklung der Temperaturen werde vor allem davon abhängen, ab wann Gewitter und Regen einsetzten. „Das hängt mit der zu erwartenden Gewittertätigkeit in der Steiermark und in Oberösterreich und der Wolkenbildung zusammen“, sagte der Experte. Jedenfalls werde es in der Nacht auf Dienstag zum Teil heftige Gewitter geben. Dann folge die Abkühlung.

Am ehesten trocken bleibt es am Dienstag im Nordosten. Im Südosten sind ab Nachmittag dann zum Teil heftige Gewitter zu erwarten. Der Wind weht oft mäßig, in der Nähe von Gewittern auch stark auffrischend aus West bis Nordwest. Frühtemperaturen 16 bis 24 Grad, tagsüber mit 23 bis 30 Grad weniger heiß als zuletzt.

Am Mittwoch scheint dann laut Prognosen im Norden, Osten und Südosten wieder den ganzen Tag die Sonne, meist zeigen sich nur hohe Schleierwolken am Himmel. Selbst im Bergland entstehen hier oft nur harmlose Quellwolken. Im Westen und Südwesten hingegen ist es labiler und nach einem sonnigen Start in den Tag steigt hier die Schauer- und Gewitterneigung ab Mittag deutlich an. Der Wind weht schwach bis mäßig aus Nord bis Ost. Frühtemperaturen: elf bis 18 Grad, Höchstwerte 24 bis 30 Grad.

Am Donnerstag scheint im Norden und Osten verbreitet die Sonne, nur hohe Schleierwolken können den sonnigen Eindruck zeitweise etwas trüben. Auch im Südosten ist es freundlich, hier ziehen in der Früh aber noch ein paar dichte Wolken durch. Generell unbeständiger ist es im Westen und Südwesten. Dort kommt es im Tagesverlauf zu Schauern und Gewittern. Der Wind weht schwach bis mäßig aus Nord bis Ost. Frühtemperaturen elf bis 18 Grad, Höchstwerte 25 bis 30 Grad. Diese Temperaturbandbreite gilt auch für den Freitag, der weitestgehend störungsfrei und bei strahlendem Sonnenschein das Wochenende einläutet.




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