Letztes Update am Mo, 01.07.2019 13:25

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Drei Milliarden Dollar zum NBA-Transferstart ausgegeben



Verträge von in Summe rund drei Milliarden Dollar sind am Sonntagabend (Ortszeit) in den ersten Stunden nach Öffnen des Transferfensters in der National Basketball Association (NBA) kommuniziert worden. Den höchsten bestätigten Kontrakt erhielt vorerst Damian Lillard, der um 196 Millionen Dollar vorzeitig um weitere vier Jahre in Portland verlängerte.

Dieser Vertrag mit den Trail Blazers tritt jedoch erst ab Sommer 2021 in Kraft, bis dahin läuft noch der aktuelle des 28-jährigen Point Guards. Im Juli 2015 hatte Lillard einen mit 140 Millionen Dollar dotierten Fünfjahreskontrakt unterschrieben. Der 26-jährige Forward Tobias Harris verlängerte indes für 180 Millionen Dollar um fünf Jahre bis Sommer 2024 bei den Philadelphia 76ers.

Knapp dahinter folgte All-Star Khris Middleton: Der 27-jährige Swingman bleibt den Milwaukee Bucks für 178 Millionen Dollar ebenfalls ein weiteres halbes Jahrzehnt erhalten. Die Denver Nuggets vermeldeten indes die vorzeitige Einigung mit ihrem Guard Jamal Murray. Der 22-jährige Kanadier, der erst in einem Jahr Free Agent geworden wäre, bekommt 170 Millionen Dollar für einen bis Sommer 2025 laufenden Fünfjahresvertrag.

Die größten Schlagzeilen produzierte aber der Wechsel von Superstar Kevin Durant, der die Golden State Warriors nach drei Jahren verlässt und künftig für die Brooklyn Nets spielen wird. Dies gab der 30-jährige Small Forward bereits exakt eine Minute nach Beginn der Free Agency bekannt. „Kevin Durant hat bestätigt, dass er einen Max-Vertrag mit den Brooklyn Nets unterschreiben wird, sobald die Transfersperre am 6. Juli aufgehoben wird“, hieß es auf dem Instagram-Account der Online-Serie „The Boardroom“, die von Durant und seinem Geschäftspartner Rich Kleiman produziert wird.

Der zehnfache All-Star soll beim New Yorker Club 164 Millionen Dollar in den kommenden vier Jahren kassieren. Neben Durant haben sich die Nets auch noch die Dienste von Point Guard Kyrie Irving (bisher Boston Celtics) gesichert. Der 27-jährige Aufbauspieler wird laut Medienberichten 141 Mio. Dollar bis Sommer 2023 erhalten. Weiters kommt auch der 30-jährige Center DeAndre Jordan (zuletzt New York Knicks), der zu den besten Freunden Durants zählt, für 40 Mio. Dollar und vier Jahre zum Team nach Brooklyn. Alle drei haben 2016 in Rio de Janeiro mit dem US-Team Olympia-Gold geholt.

Bei den Warriors, mit denen Durant 2017 und 2018 Meister geworden war, hätte der zweifache „NBA Finals MVP“ sogar einen „Supermax-Kontrakt“ über die Rekordsumme von 221 Millionen Dollar für fünf Jahre erhalten. Aufgrund eines im fünften NBA-Finale gegen die Toronto Raptors zugezogenen Achillessehnenrisses wird Durant wohl die gesamte kommende Saison verpassen.

Neuigkeiten gab es auch von Vizemeister Golden State, der sich mit Shooting Guard Klay Thompson einig sein soll. Der 29-jährige „Splash Brother“ wird demnach eine fünfjährige mit 191 Millionen Dollar dotierte Vertragsverlängerung bei den nun in San Francisco beheimateten Warriors unterschreiben.

Thompson wird jedoch nach einem im sechsten NBA-Finale erlittenen Kreuzbandriss monatelang ausfallen. Der Sohn von Ex-NBA-Profi Mychal Thompson (NBA-Champion mit den Los Angeles Lakers 1987 und 1988) erreichte mit den „Dubs“ in den vergangenen fünf Saisonen stets das NBA-Finale und holte dabei dreimal den Titel (2015, 2017 und 2018).

Weiters sicherte sich Golden State auch noch die Dienste von All-Star D‘Angelo Russell. Der 23-jährige Guard, der seit 2017 für die Brooklyn Nets gespielt hatte, erhält einen 117 Mio. Dollar teuren Vierjahreskontrakt. Dafür muss der 35-jährige Routinier Andre Iguodala die Warriors Richtung Memphis verlassen.

Die Dallas Mavericks vermeldeten Einigung mit dem 2,21 großen Letten Kristaps Porzingis, der 158 Mio. Dollar für fünf Jahre kassiert. 141 Mio. Dollar für vier Jahre bekommt Aufbauspieler Kemba Walker, der von den Charlotte Hornets zum Rekordmeister Boston Celtics wechselt. Bei seinem Stammclub hätte der 29-Jährige sogar bis zu 221 Mio. Dollar verdienen können. Doch Charlotte-Besitzer Michael Jordan war bei weitem nicht bereit, Walker in dieser Höhe bis Sommer 2024 zu bezahlen.




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