Letztes Update am Mo, 01.07.2019 17:05

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Marc Janko beendete seine Karriere - „Der Tag ist gekommen“



Österreichs Fußball-Größe Marc Janko hat seine Karriere beendet. „Der Tag ist gekommen und ich sage danke für die letzten 16 Jahre“, schrieb der Legionär bei FC Lugano in der Schweizer Super League auf Twitter. Für das Nationalteam bestritt der Stürmer 70 Länderspiele, das letzte am 24. März bei der 2:4-Niederlage in der WM-Qualifikation gegen Israel.

„Es war eine unglaublich schöne, aufregende Reise. Euch allen danke für die Unterstützung, die Anteilnahme und die vielen Nachrichten. Machts es gut!“, teilte der 36-Jährige seinen Fans mit und postete ein Video mit allen Stationen und großen Momenten seiner Karriere. Große Erfolge feierte er mit dem FC Basel, von Juli 2015 bis 2017 hatte er mit 29 Toren maßgeblichen Anteil am zweimaligen Gewinn der Meisterschaft. 2017 wurde er mit dem FCB auch Cupsieger.

Im März hatte er noch offen gelassen, ob es für ihn im Nationalteam weitergehen könnte. „Wenn es so ist, dann war es eine superschöne Karriere. Wenn nicht, komme ich gern wieder“, hatte Janko damals gesagt. 28 Tore erzielte der 1,96 m große Stürmer im Trikot der National-Elf, Highlight war die Teilnahme an der Europameisterschaft 2016 in Frankreich. Janko kam dabei in zwei von drei Gruppenspielen zum Einsatz.

Janko startete seine Karriere bei der Admira (1990-2005), weiter ging es zu Red Bull Salzburg (2005-2010), Twente Enschede (2010-2012), FC Porto (2012), Trabzonspor (2012-2014), Sydney FC (2014-2015), FC Basel (2015-2017), Sparta Prag (2017-2018) und zuletzt dem FC Lugano (2018-2019). Fast überall wurde sein Wirken mit großen Erfolgen gekrönt, dreimal wurde er österreichischer Meister, einmal portugiesischer und zweimal Schweizer. Dazu kamen mehrere Cuperfolge.

Janko wird als 50. Mitglied in den Legenden-Klub des ÖFB aufgenommen. Das verlautete ÖFB-Präsident Leo Windtner am Montagnachmittag. „Marc Janko hat in 13 Jahren sehr viel für das Nationalteam und den ÖFB geleistet und stets vollen Einsatz gezeigt. Gerade seine wichtigen Tore auf dem Weg zur EURO 2016 werden immer unvergessen bleiben“, sagte der Oberösterreicher.

Der Stürmer sei nicht nur ein „hoch angesehenes Mitglied“ der Mannschaft gewesen. „Er war auch ein verlässlicher Gesprächspartner für den ÖFB, der auch als konstruktiv-kritisches Korrektiv gewirkt hat“, schilderte Windtner.

Auch Peter Schöttel dankte Janko für seine Leistungen. „Marc Janko war viele Jahre lang ein zentraler Bestandteil des Nationalteams und hat auch bei den Nachnominierungen in den letzten Monaten bewiesen, dass er immer da ist, wenn er gebraucht ist - als Spieler und als Persönlichkeit. Er hat auch den gesamten österreichischen Fußball im Ausland mehr als würdig vertreten“, sagte der ÖFB-Sportdirektor. Der Ex-Rapidler wünschte dem Angreifer viel Erfolg für seine zukünftige Laufbahn. „Ich bin mir sicher, dass sich unsere Wege im Fußball in der einen oder anderen Form immer wieder kreuzen werden“, so Schöttel.




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