Letztes Update am Di, 02.07.2019 09:24

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Unwetter quer durchs Land machten Einsatzkräften zu schaffen



Die Hitzewelle ist am Montagabend und in der Nacht auf Dienstag in weiten Teilen Österreichs mit Unwettern zu Ende gegangen. In Niederösterreich war der Bezirk Waidhofen an der Thaya am stärksten betroffen, landesweit waren 900 Mitglieder von 87 Feuerwehren im Einsatz. In Tirol lösten Blitzeinschläge am Montagabend gleich mehrere Waldbrände aus.

Alleine 250 Helfer waren in und um Waidhofen an der Thaya gefordert. Das Bezirkskommando berichtete von enormen Niederschlagsmengen, orkanartigen Sturmböen und Hagel. Im Waldviertel waren laut Landeskommando auch die Bezirke Zwettl, Horn und Gmünd von Unwettern betroffen. „Gestreift“ haben die heftigen Gewitter einem Sprecher zufolge auch den Bezirk Korneuburg im Weinviertel. In Summe seien von 18.00 bis etwa 21.00 Uhr im Bundesland 95 Unwettereinsätze verzeichnet worden. Die Aufräumarbeiten waren Dienstagfrüh großteils abgeschlossen.

In Tirol mussten die Feuerwehren über das gesamte Bundesland verteilt - vom Oberland über den Großraum Innsbruck bis hin zu Osttirol - ausrücken, um die Brände zu bekämpfen. Teilweise konnten die Flammen noch in der Nacht wieder gelöscht werden, teilte die Polizei mit. Im Gemeindegebiet von Thaur (Bezirk Innsbruck-Land) im Bereich des Rosskopfs fingen aufgrund eines Blitzeinschlages mehrere Büsche Feuer. Rund 50 Mitglieder der Feuerwehren Hall, Absam, Thaur und der Berufsfeuerwehr Innsbruck rückten aus. Zudem kamen auch zwei Hubschrauber für Löschflüge zum Einsatz.

Ebenfalls ein Blitzeinschlag dürfte im Gemeindegebiet von Kappl (Bezirk Landeck) südlich des Ortsteils Ulmich auf einer Höhe von rund 2.500 Metern einen Waldbrand ausgelöst haben. Das Feuer konnte noch am Abend gegen 21.30 Uhr gelöscht werden. Rund 60 Mitglieder der Feuerwehren Kappl und Landeck, sowie ein Hubschrauber waren im Einsatz. In Osttirol bracht ebenfalls am Montagabend im Gemeindegebiet von Amlach in unwegsamen und steilen rund 200 Meter unterhalb des Rauchkofel ein Brand aus. Auch in diesem Fall dürfte ein Blitz das Feuer entfacht haben.




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