Letztes Update am Di, 02.07.2019 15:46

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Salzburger Festspiele spenden 70.000 Euro an SOS-Kinderdorf



Die Salzburger Festspiele spenden 70.000 Euro für ein neues Jugend-Wohnhaus des SOS-Kinderdorfes Seekirchen (Flachgau). Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler hat am Dienstag das energieeffiziente und ressourcenschonende Holzhaus mit SOS-Kinderdorf-Geschäftsführer Christian Moser besichtigt. Seit knapp einem Jahrzehnt unterstützen die Salzburger Festspiele die Arbeit von SOS-Kinderdorf.

Rabl-Stadler bedankte sich für die Bereitschaft der Festspiel-Künstler, ohne Gage bei den Generalproben zu spielen, so dass die Karten zu einem Benefizzweck verkauft werden können. „Die Salzburger Festspiele wollen jenen finanzielle Hilfe und Freude schenken, denen es nicht so gut geht in unserer Gesellschaft. 2016 haben wir dem - mit dem SOS Kinderdorf verbundenen - Clearing-House zum 15-jährigen Jubiläum 15.000 Euro aus den Generalprobengeldern zur Verfügung gestellt.“

In diesem Jahr sei es den Festspielen möglich, sogar 70.000 Euro zum 70-Jahr-Jubiläum der SOS Kinderdorf-Idee zu überweisen. „Wir hoffen, dass diese großzügige Geste der Festspielkünstler viele andere Menschen und Unternehmungen im Land Salzburg dazu animieren, diese zukunftsweisende Einrichtung zu finanzieren“, sagte die Festspielpräsidentin.

Der Neubau im Kinderdorf Seekirchen ersetzt eines der ersten Familienhäuser im Dorf, das 1964 erbaut wurde und nicht mehr renoviert werden konnte. Noch im Juli sollen die ersten Jugendlichen in das neue Haus einziehen. Es bietet Platz für sechs bis acht Jugendliche im Alter zwischen 14 und 17 Jahren. Die Vollholzkonstruktion wurde mit regionalen Betrieben umgesetzt. Klimaschutz und Nachhaltigkeit standen bei Planung im Mittelpunkt, wie das SOS-Kinderdorf informierte.

Das Projekt habe dank der substanziellen Unterstützung der Salzburger Festspiele realisiert werden können, erklärte Geschäftsführer Moser. Er bedankte sich bei den bisherigen Unterstützern und äußerte die Hoffnung, noch weitere Spender „für dieses wichtige und zukunftsweisende Projekt gewinnen zu können.“ Seit 70 Jahren finden Kinder und Jugendliche, die aus unterschiedlichen Gründen nicht bei ihren leiblichen Eltern aufwachsen können, im SOS-Kinderdorf ein Zuhause.




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