Letztes Update am Di, 02.07.2019 23:11

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


USA nach 2:1 gegen England erneut im Frauen-WM-Finale



Titelverteidiger und Topfavorit USA steht im Finale der Frauen-Fußball-WM in Frankreich. Die Amerikanerinnen feierten am Dienstagabend in Lyon einen 2:1-(2:1)-Sieg über England und treffen nun am Sonntag (17.00 Uhr) im 59.000 Zuschauer fassenden Parc Olympique Lyonnais entweder auf Europameister Niederlande oder Ex-Weltmeister Schweden, die am Mittwoch in Lyon den zweiten Finalisten ermitteln.

Christen Press erzielte bereits in der zehnten Minute nach Maßflanke von Kelley O‘Hara per Kopf das 1:0 für die USA, die damit auch in ihrem sechsten WM-Spiel in den ersten zwölf Minuten einen Treffer bejubelten. Die Engländerinnen, die zuvor ebenfalls alle Partien gewonnen hatten, kassierten damit erst ihr zweites Gegentor im Turnierverlauf und das erste nach 380 Minuten.

Ellen White gelang aber mit ihrem sechsten WM-Tor bereits in der 19. Minute der Ausgleich. Doch nach einer halben Stunde war Alex Morgan nach einer Flanke von Lindsey Horan mit dem Kopf zur Stelle und brachte den Rekordweltmeister neuerlich in Führung. Auch für die 30-jährige Starstürmerin war es bereits der sechste Treffer bei dieser WM.

Nach dem Wechsel jubelte White bereits über den Ausgleich, der aber nach Videobeweis wegen hauchdünner Abseitsstellung annulliert wurde (67.). Und da Englands Kapitänin Stephanie Houghton in der 84. Minute mit einem umstrittenen Foulelfer, der erst nach Videobeweis gegeben wurde, an Keeperin Alyssa Naeher scheiterte, blieb es beim 2:1 für die US-Frauen.

Die Engländerinnen, bei denen Stammtorfrau Karen Bardsley verletzt fehlte und die nach Gelb-Rot für Verteidigerin Millie Bright (86.) das Match nur zur zehnt beendeten, verpassten damit wie vor vier Jahren in Kanada das Endspiel knapp. Damals hatten die „Lionesses“ das Semifinale 1:2 gegen Japan verloren und nach einem 1:0-Sieg über Deutschland WM-Bronze geholt. Die US-Kickerinnen dürfen weiter von ihrem insgesamt vierten Titel nach 1991, 1999 und 2015 träumen.




Kommentieren