Letztes Update am Sa, 06.07.2019 12:50

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Meinl-Reisinger zur NEOS-Spitzenkandidatin gekürt



Die Mitglieder der NEOS haben Beate Meinl-Reisinger am Samstag als Spitzenkandidatin für die Nationalratswahl am 29. September bestätigt. Bei der Mitgliederversammlung stimmten 96,1 Prozent für die Parteichefin. Am Freitag hatte sich der Vorstand einstimmig für sie ausgesprochen und auch die offene Online-Vorwahl hatte Meinl-Reisinger zuvor klar für sich entschieden.

Auf Meinl-Reisinger entfielen 96,1 Prozent der 691 abgegebenen Stimmen. Nach Angaben der NEOS sind 377 Parteimitglieder persönlich in die Wiener Sophiensäle gekommen, der Rest hat via Stimmrechtsübertragung teilgenommen. Parteigründer Matthias Strolz hatte 2017 mehr als 98 Prozent der Mitgliederstimmen erreicht.

Die weiteren Plätze auf der Bundesliste sowie auf den neun Landeslisten werden am Nachmittag endgültig vergeben. Hier liegt nach der Vorwahl und dem Vorstand bereits eine provisorische Reihung vor, die von der Mitgliederversammlung aber noch geändert werden könnte.

Zum Auftakt kritisierte EU-Abgeordnete Claudia Gamon die Aussagen im Ibiza-Video als „Angriff auf die Demokratie“ und forderte mehr Transparenz. „Wir werden diesen Staat aus seiner Bequemlickeit, dieser Parteiendemokratie herausholen“, so Gamon. Scharfe Kritik übte sie an den jüngsten Beschlüssen des Nationalrats: „Wir machen nicht mit beim Wahlzuckerlverteilen, bis das ganze Land zuckerkrank ist.“




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