Letztes Update am Mo, 08.07.2019 19:53

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Djokovic zum elften Mal im Wimbledon-Viertelfinale



Der Serbe Novak Djokovic steht zum elften Mal im Viertelfinale des Grand-Slam-Turniers von Wimbledon. Die Nummer eins der Tennis-Weltrangliste besiegte am Montag im Achtelfinale den 21-jährigen Franzosen Ugo Humbert 6:3,6:2,6:3, er trifft auf dem Weg zur angestrebten Titelverteidigung am Mittwoch auf den Belgier David Goffin (Nr. 21). Der „Djoker“ hat dieses Major bereits viermal gewonnen.

Ins Viertelfinale bei den Herren waren zuvor die Spanier Rafael Nadal (3) und Roberto Bautista Agut (23) vorgedrungen. Der zweifache Wimbledon-Sieger Nadal setzte sich gegen den Portugiesen Joao Sousa 6:2,6:2,6:2 durch, Bautista Agut besiegte ein wenig später den Franzosen Benoit Paire (28) 6:3,7:5,6:2.

Bei den Herren zog zudem David Goffin (21) ins Viertelfinale ein. Der Belgier gewann gegen den Spanier Fernando Verdasco 7:6(9),2:6,6:3,6:4. Sein nächster Gegner ist Novak Djokovic (SRB-1). Dominic Thiems Auftaktrunden-Bezwinger Sam Querrey meisterte die Achtelfinalhürde Tennys Sandgren (USA) mit einem 6:4,6:7(7),7:6(3),7:6(5)-Sieg und bekommt es in der Runde der letzten acht nun mit Rafael Nadal zu tun.

Das Einzel-Viertelfinale der Damen geht ohne Spielerin aus den Top sechs der Setzliste in Szene. Nach dem spielfreien Sonntag erwischte es am Montag im Achtelfinale mit der Australierin Ashleigh Barty sowie den Tschechinnen Karolina Pliskova und Petra Kvitova die Nummern 1, 3 und 6. Ausgeschieden ist auch der 15-jährige Teenager Cori Gauff.

Die Sensationsachtelfinalistin war aus der Qualifikation gekommen und hatte mit ihren Leistungen und ihrem Auftreten die Tennis-Welt begeistert. Auch in der Runde der letzten 16 enttäuschte sie nicht, Simona Halep war ihr dann aber doch zu stark. Die Rumänin gewann 6:3,6:3 und ist als Nummer 7 nun die Höchstgereihte der im Bewerb verbliebenen Spielerinnen. Für sie geht es nun gegen die Chinesin Zhang Shuai, 6:4,1:6,6:2-Siegerin gegen die 19-jährige Ukrainerin Dajana Jastremska.

Gauff sah nach ihrem Ausscheiden auch das Positive: „Ich habe eine Menge gelernt. Ich habe gelernt, wie es vor einer großen Zuschauerkulisse zu spielen ist“, betonte die US-Amerikanerin. „Ich habe gelernt, wie es ist, unter Druck zu sein. Ich bin wirklich dankbar für diese Erfahrung.“ Die von Platz 313 aus in der Weltrangliste in die Top 140 aufrückende Newcomerin gab an, unter Magenproblemen gelitten zu haben, wollte das aber nicht als Ausrede gelten lassen. „Simona hat sehr gut gespielt“, gab sie sich fair.

Die Gewinnerin gab das Lob umgehend zurück. „Vor zwölf Jahren war ich so alt wie sie jetzt, da habe ich bei den Junioren gespielt“, merkte die ehemalige Weltranglisten-Erste an. „Es ist eine großartige Leistung, in dem Alter in der vierten Wimbledon-Runde zu stehen. Ich glaube, für sie wird es weiter gehen, sie wird bald in den Top Ten stehen. Sie hat eine starke Rückhand, serviert sehr stark und bewegt sich sehr gut. Das ist bei ihrer Größe (1,78 m, Anm.) gar nicht so leicht.“

Für French-Open-Gewinnerin Barty wiederum ging mit einem 6:3,2:6,3:6 gegen die US-Amerikanerin Alison Riske eine über zehn Matches gegangene Siegesserie bei Majors zu Ende. Sie bleibt aber ebenso an der Ranking-Spitze wie die früher ausgeschiedene Naomi Osaka (JPN) auf zwei und Pliskova auf drei. „Ich bin gut gestartet, aber im zweiten Satz hat mein Service nachgelassen und ich habe Alison zu oft in das Match zurückkommen lassen“, erklärte Barty.

Durch ihre Niederlage kommt es nun nicht zum Schlager gegen Williams, Riske stellt sich ihrer Landsfrau auf dem Weg ins Halbfinale entgegen. Die 37-jährige Williams ließ der Spanierin Carla Suarez Navarro (30) mit einem 6:2,6:2 keine Chance. „Der Rost fällt langsam ab“, äußerte sich Williams zufrieden, nachdem sie heuer vor Wimbledon nicht sehr viel in Aktion gewesen war. Drei Siege fehlen Williams zu ihrem 24. Grand-Slam-Einzeltitel, womit sie den Rekord der Australierin Margaret Court einstellen würde.

In einem Duell zweier tschechischer Karolinas schaltete die 22-jährige Karolina Muchova ihre routinierte Landsfrau Pliskova nach 3:17 Stunden und Abwehr von Matchbällen mit 4:6,7:5,13:11 aus. Die Partie ging nur knapp am ersten Tiebreak nach neuer Regelung bei 12:12 im Entscheidungssatz vorbei. Muchova spielt nun gegen Elina Switolina (8), 6:4,6:2-Gewinnerin gegen Petra Martic (CRO-24). Pliskova vergab übrigens durch ihre Niederlage die Chance, die Weltranglistenführung zu übernehmen.

Eine Enttäuschung hatte auch Kvitova einzustecken, sie musste sich der Britin Johanna Konta (19) mit 6:4,2:6,4:6 beugen. Kvitova hat das Turnier zweimal gewonnen, Konta andererseits trägt weiter die Hoffnungen auf einen Heimsieg. Nächste Gegnerin für die Lokalmatadorin ist Barbora Strycova. Die Tschechin entledigte sich der Aufgabe Elise Mertens (BEL-21) mit 4:6,7:5,6:2. Alle Viertelfinalpartien gehen am Dienstag (ab 14.00 Uhr MEZ/live Sky) über die Bühne.

Österreichs Tennis ist in Wimbledon nicht mehr vertreten. Als letzter verbliebener Akteur schied am Montag Philipp Oswald im Doppel-Achtelfinale aus. Der Vorarlberger unterlag mit dem Tschechen Roman Jebavy den als Nummer zwei gesetzten Kolumbianern Juan Sebastian Cabal/Robert Farah 6:7(7),6:7(5),5:7. Oswald/Jebavy hatten in Runde zwei Oliver Marach/Jürgen Melzer besiegt.




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