Letztes Update am Di, 09.07.2019 06:06

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Konfliktparteien in Venezuela nahmen Dialog wieder auf



In der Venezuela-Krise haben die Opposition und die Regierung von Staatschef Nicolas Maduro ihren wochenlang unterbrochenen Dialog wieder aufgenommen. Vertreter der Konfliktparteien trafen einander am Montag auf der Karibikinsel Barbados. Präsident Maduro, der nicht an den Gesprächen teilnimmt, zeigte sich anschließend „sehr optimistisch“.

Die Unterhändler hätten fünf Stunden lang beraten, sagte der umstrittene Linksnationalist in einer im Staatsfernsehen übertragenen Rede. „Mir scheint, dass wir Schritt für Schritt, mit strategischer Geduld, den Weg für Frieden bereiten.“

Die Delegationen von Regierung und Opposition waren am Montag für Verhandlungen unter Vermittlung Norwegens auf Barbados eingetroffen. Die Regierungsdelegation wird von Venezuelas Kommunikationsminister Jorge Rodriguez angeführt. Oppositionsführer Juan Guaido entsandte unter anderem einen Abgeordneten und einen Ex-Minister. Im Mai waren erste Verhandlungen zwischen den Konfliktparteien in Norwegen ohne greifbares Ergebnis zu Ende gegangen.

Maduro und Guaido liefern sich seit Monaten einen erbitterten Machtkampf in dem südamerikanischen Krisenstaat. Parlamentspräsident Guaido ernannte sich im Jänner selbst zum Übergangspräsidenten des Landes. Er wird von mehr als 50 Staaten anerkannt, unter ihnen Österreich. Maduro hat dagegen den Rückhalt von Ländern wie Russland - und weiß auch die venezolanische Militärführung hinter sich.




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