Letztes Update am Di, 09.07.2019 11:42

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


„Familienfest“ der ÖVP-Regierung kostete 70.000 Euro mehr



Das von der einstigen ÖVP-Regierungsseite initiierte „Familienfest“ am 1. Mai in Schönbrunn hat mehr gekostet als ursprünglich angegeben. Wie die Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage durch Frauenministerin Ines Stilling ergab, wurden nicht 231.000 Euro ausgegeben, sondern um 70.000 Euro mehr, berichtete die Gratis-Zeitung „Heute“ am Dienstag. Die zusätzlichen Kosten trug das Kanzleramt.

Das Nachhaltigkeitsministerium, die dem Ministerium unterstellten Bundesgärten und das im Bundeskanzleramt ressortierende Familienministerium hatten am 1. Mai 2019 zu einem Familienfest im Schlosspark Schönbrunn geladen. In einer ersten Anfragebeantwortung an die NEOS gab das einstige Nachhaltigkeitsministerium unter Elisabeth Köstinger (ÖVP) an, selbst 47.000 Euro gezahlt zu haben, den Großteil übernahmen die Österreichischen Bundesgärten mit 184.000 Euro.

Dieser Rechnung widersprach nun Stilling, die derzeit Ministerin für Frauen, Familien und Jugend ist. „Das Bundeskanzleramt, Sektion Familien und Jugend, übernahm Kosten in der Höhe von bis zu 70.000 Euro“, schreibt sie in ihrer Anfragebeantwortung an die NEOS. Insgesamt kostete das „Familienfest“ also rund 301.000 Euro. Diese Ausgaben betrafen laut der Ressortchefin die Umsetzung des Familienprogrammes und des Bühnenprogrammes.

Das Nachhaltigkeitsministerium sieht keine mangelhaften Angaben seinerseits betreffend der Kosten für das „Familienfest“ am 1. Mai in Schönbrunn. In der eigenen Anfragebeantwortung seien jene Kosten angegeben, die im Wirkungsbereich des Ressorts angefallen sind, hieß es am Dienstag zur APA. Die zusätzlichen 70.000 Euro, welche das Familienministerium beisteuerte, seien davon also nicht betroffen.

Anlass für die Veranstaltung sei das Jubiläumsjahr der Bundesgärten gewesen. Von allen drei Stellen - also den Bundesgärten selbst, dem Nachhaltigkeitsministerium und dem Frauenministerium - seien die jeweiligen Kosten-Punkte individuell abgerechnet worden. In den parlamentarischen Anfragen seien also korrekt jene Summen angegeben worden, die von der jeweiligen Stelle mit Stichtag abgerechnet waren.




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