Letztes Update am Di, 09.07.2019 14:02

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


„Nacktdarstellung“ kostet ImPulsTanz Facebook-Abonnenten



Die Facebook-Seite des Wiener ImPulsTanz ist wegen einer „Nacktdarstellung“ seit über zwei Monaten offline. Die Seite sei seit Veröffentlichung des Performancetrailers zum Vorverkaufsstart gesperrt, obwohl dieser auf Aufforderung von Facebook „umgehend gelöscht“ worden sei. So habe man 36.000 Abonnenten verloren, beklagte sich am Dienstag das am Donnerstag startende Festival.

Schon des öfteren sind bei Facebook teils skurrile Fälle von Kunstzensur bekanntgeworden. Laut Presseteam des Tanzfestivals, dessen aktuelle Ausgabe am Donnerstag beginnt und bis 11. August läuft, wurde die ImPulsTanz-Seite Ende April „kommentarlos“ vom Netz genommen. Daran hätten auch Einspruch per Formular und mehrmalige Versuche, Kontakt aufzunehmen, nichts geändert. Inhaltliche Reaktion von Facebook gebe es bisher keine.

Die Löschung sei vor allem deshalb verwunderlich, weil laut Facebook-Gemeinschaftsstandards Bilder von Kunstformen mit nackten Personen oder Figuren erlaubt sind. „Weshalb dies für ‚7 Pleasures‘ der Choreografin Mette Ingvartsen nicht gelten soll, ist jedoch nicht nachvollziehbar.“ ImPulsTanz will nun mit einem Anwalt gegen die Sperre vorgehen. Parallel dazu wurde eine neue Facebook-Seite ins Leben gerufen.

Bei Facebook konnte man auf APA-Anfrage vorerst nicht sagen, wie es zu der Sperre gekommen ist. Man müsse zunächst prüfen, was passiert sei.




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