Letztes Update am Mi, 10.07.2019 14:46

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Silverstone „kein großes Problem“ für Mercedes



Motorsportchef Toto Wolff hat die Hoffnungen von Mercedes auf ein wieder erfolgreiches Formel-1-Wochenende in England bekräftigt. „Glücklicherweise ist der Sommer in England eher für seine gemäßigten Temperaturen bekannt, weshalb die Kühlung für uns in Silverstone kein großes Problem darstellen sollte“, sagte der Wiener vor dem zehnten WM-Lauf am Sonntag (15.10 Uhr/live ORF eins, RTL und Sky).

„Das Rennwochenende in Österreich hat die größte Schwäche unseres Autos aufgezeigt, sodass wir zu keiner Zeit um den Sieg mitkämpfen konnten. Wir arbeiten bereits seit einer Weile an der Kühlung, aber die Kombination aus den hohen Temperaturen und der Höhenlage in Spielberg führte dazu, dass wir zu sehr auf die Temperaturen achten mussten und dadurch nicht konkurrenzfähig waren“, rekapitulierte Wolff noch einmal das verpatzte Rennen in der Steiermark.

Valtteri Bottas kam in Spielberg über den dritten Platz nicht hinaus, hatte aber fast 19 Sekunden Rückstand auf Sieger Max Verstappen im Red Bull. Lewis Hamilton musste sich mit Rang fünf begnügen. Erstmals in dieser Saison war kein „Silberpfeil“ ganz oben auf dem Podest.

In Silverstone, das nur wenige Kilometer von den Mercedes-Stützpunkten in Brackley und Brixworth entfernt ist, sollte sich eine ähnliche Niederlage aufgrund der Gegebenheiten nicht wiederholen. „Einige unserer besten Saisonleistungen in diesem Jahr waren auf Strecken, die eine breite Palette an Kurvengeschwindigkeiten boten. Somit sieht es auf dem Papier relativ gut für uns aus“, meinte Wolff vorausblickend. „Allerdings haben wir in der Vergangenheit gelernt, dass das Wetter beim Großen Preis von Großbritannien unberechenbar sein kann.“

Wirklich knifflig könnte es für Mercedes wieder beim zweiten Heimrennen innerhalb von 14 Tagen werden. Hockenheim, der Schauplatz des Deutschland-Grand-Prix, ist nur 90 Minuten Fahrzeit von der Mercedes-Zentrale in Stuttgart entfernt. Die Temperaturen im Rhein-Neckar-Kreis könnten laut aktuellen Prognosen Ende Juli an Spielberg-Niveau heranreichen. „Wir werden weiter daran arbeiten, um bei zukünftigen Hitzerennen eine bessere Chance zu haben“, versprach Wolff.




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