Letztes Update am Do, 11.07.2019 06:00

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Rakete nach Start in Französisch-Guayana verunglückt



Eine europäische Trägerrakete mit einem Satelliten ist kurz nach dem Start vom Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guyana verunglückt. Rund zwei Minuten nach dem Start der Vega-Rakete habe sich eine schwerwiegende „Anomalie“ ereignet, sagte Missionsleiterin Luce Fabreguettes in der Nacht auf Donnerstag in Kourou. Dies habe zum „Verlust der Mission“ geführt.

Sie wolle sich im Namen des europäischen Betreiberunternehmens Arianespace beim Kunden für den Verlust seiner Ladung entschuldigen, so die Leiterin. Laut einer Videoübertragung kam die Rakete rund zwei Minuten nach dem Start von ihrer geplanten Route ab. Die Gründe für den Fehlschlag waren zunächst unklar.

Die Vega-Rakete hätte den Erdbeobachtungssatelliten FalconEye1 der Vereinigten Arabischen Emirate ins All bringen sollen. Es ist das erste Mal, dass eine Vega-Mission fehlschlägt. Seit der Inbetriebnahme am Weltraumbahnhof Kourou im Jahr 2012 hatte es 14 erfolgreiche Starts von Vega-Trägerraketen gegeben.

Die Vega ist der kleinste Lastenträger im Arsenal des europäischen Raketenbetreibers Arianespace. Das Unternehmen nutzt außerdem die Ariane 5 und die Sojus aus russischer Produktion. Arianespace gehört zur ArianeGroup, die wiederum ein Gemeinschaftsunternehmen des europäischen Luftfahrtkonzerns Airbus und des französischen Triebwerkherstellers Safran ist.




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