Letztes Update am Do, 11.07.2019 10:17

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Iran dementiert Berichte über Tankervorfall



Der Iran hat Berichte aus Großbritannien und den USA dementiert, nach denen iranische Boote versucht haben sollen, einen britischen Öltanker im Persischen Golf an der Durchfahrt zu behindern. „Das Ziel solcher wertlosen Unterstellungen ist lediglich, Spannungen zu provozieren“, sagte Außenminister Mohamed Javad Zarif am Donnerstag der Nachrichtenagentur Fars.

Auch die iranischen Revolutionsgarden (IRGC) bestritten den Vorfall. „In den vergangenen 24 Stunden hatten wir in der Straße von Hormuz keinen Zwischenfall mit ausländischen Schiffen, auch nicht mit einem britischen“, erklärten die Revolutionsgarden auf ihrer Webseite.

Zuvor hatte ein Sprecher der britischen Regierung Donnerstagfrüh bekanntgegeben, drei iranische Boote hätten in der Straße von Hormuz versucht, die Durchfahrt des Öltankers „British Heritage“ zu behindern. Erst als die Fregatte „HMS Montrose“ der britischen Marine sich zwischen den iranischen Booten und dem Tanker positioniert und verbale Warnungen abgegeben habe, hätten die Boote abgedreht. „Wir sind über diese Aktion besorgt und drängen die iranischen Behörden erneut, die Situation in der Region zu deeskalieren“, hieß es aus London.

Die Straße von Hormuz ist eine der wichtigsten Seestraßen überhaupt. Sie verbindet die ölreiche Golfregion mit dem offenen Meer. Über die Strecke läuft ein großer Teil des weltweiten Öltransports per Schiff.




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