Letztes Update am Do, 11.07.2019 19:36

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Mindestens drei Tote nach Autobomben-Explosion in Libyen



Bei der Explosion einer Autobombe in der ostlibyschen Stadt Benghazi sind am Donnerstag mindestens drei Menschen getötet worden. 15 weitere Menschen seien bei dem Anschlag während der Beisetzung eines früheren Armeekommandanten verletzt worden, teilte ein örtliches Spital mit. Der Anschlag war der erste seit mehr als einem Jahr in Benghazi, der Hochburg des libyschen Generals Khalifa Haftar.

Ein Behördensprecher nannte höhere Opferzahlen: Demnach wurden bei der Explosion mindestens vier Menschen getötet und weitere 33 verletzt.

Nach Angaben eines Sicherheitsbeamten zielte der Anschlag auf Soldaten bei der Beisetzung von Khalifa Mismari ab, der unter dem früheren Machthaber Muammar al-Gaddafi gedient hatte. Unklar blieb zunächst, ob es sich bei den Anschlagsopfern um Zivilisten oder Armeeangehörige handelte.

In Benghazi hatte 2011 der Aufstand gegen den langjährigen Machthaber Gaddafi begonnen. Dieser wurde im selben Jahr gestürzt und gewaltsam getötet.

Seither herrscht in dem nordafrikanischen Land Chaos. Die Regierung in Tripolis ist schwach und hat weite Teile des Landes nicht unter Kontrolle. Haftar unterstützt eine Gegenregierung im Osten Libyens. Anfang April startete Haftar eine Offensive auf Tripolis, wo die international anerkannte Regierung Libyens ihren Sitz hat. Regierungstreue Truppen und Einheiten Haftars liefern sich seither erbitterte Kämpfe um die Kontrolle der Hauptstadt. Nach UNO-Angaben wurden dabei bereits mehr als tausend Menschen getötet.




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