Letztes Update am Fr, 12.07.2019 09:00

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Venezuelas Regierung und Opposition vereinbaren Gespräche



Die venezolanische Regierung und die Opposition haben sich auf regelmäßige Gespräche zur Beilegung der politischen Krise geeinigt. Beide Seiten vereinbarten bei mehrtägigen Verhandlungen auf der Karibikinsel Barbados die Einrichtung einer dauerhaften Gesprächsplattform, wie das in dem Konflikt vermittelnde norwegische Außenministerium am Donnerstag mitteilte.

Dabei solle an einer Lösung des Konflikts „im Rahmen der Verfassung“ gearbeitet werden. Konkrete Angaben machte das norwegische Außenministerium nicht.

Unterhändler von Staatschef Nicolas Maduro und Oppositionsführer Juan Guaido hatten seit Montag Gespräche auf Barbados geführt. Der selbst ernannte Übergangspräsident Guaido hatte als Ziel einen Abgang Maduros, die Bildung einer Übergangsregierung und Neuwahlen genannt. Aussichten auf Neuwahlen gab es nach dem Treffen auf Barbados allerdings nicht.

Maduros Unterhändler Hector Rodriguez sprach von einem „komplexen Weg“, der zu einer „Vereinbarung über ein demokratisches Zusammenleben“ führen könnte. Guaidos Unterhändler Stalin Gonzalez schrieb auf Twitter, die Venezolaner wollten „Antworten und Resultate“. Es würden nun Konsultationen abgehalten, um dem „Leiden ein Ende zu bereiten“.

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Maduro und Guaido liefern sich seit Monaten einen erbitterten Machtkampf in dem südamerikanischen Krisenstaat. Parlamentspräsident Guaido ernannte sich im Jänner selbst zum Übergangspräsidenten des Landes. Er wird von mehr als 50 Staaten anerkannt, unter ihnen Österreich und die USA. Maduro hat dagegen den Rückhalt von Ländern wie Russland und Kuba - und weiß auch die venezolanische Militärführung hinter sich.

Die Gespräche zwischen den Konfliktparteien auf Barbados folgten auf eine erste Verhandlungsrunde im Mai in Norwegen. Diese war ohne greifbare Ergebnisse zu Ende gegangen.




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